Werder Bremen Marko Arnautovic: Im Eiltempo zum Ligastar?

Donaueschingen. Die Saison hat noch nicht begonnen, doch sind die ersten Eindrücke von Marko Arnautovic sehr vielversprechend. Von Trainer Thomas Schaaf gab es ein Extralob für den jungen Österreicher.
25.07.2010, 17:30
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Marko Arnautovic: Im Eiltempo zum Ligastar?
Von Olaf Dorow

Donaueschingen. Es gibt fast 400 Bundesliga-Profis, und es gibt pro Saison vielleicht vier oder fünf, die herausragen. Die sich abheben, den Unterschied machen, die etwas Besonderes sind. Es ist in Deutschland eine schöne Tradition geworden, dass zu diesen besonderen Figuren oft ein Spieler aus Bremen zählt. Allein in den vergangenen zehn Jahren fehlte nie ein Werderaner auf dieser Liste der Besonderen, die der jeweiligen Saison ihren Stempel aufgedrückt hatten. Erst Pizarro, dann Frings, dann Micoud, später Klose, Diego und Özil - sie prägten, jeder für sich, einen Teil des Fußball-Jahrzehnts.

Die Saison hat noch nicht richtig begonnen, doch man braucht schon jetzt nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass ein neuer Name aus Bremen auftauchen wird. Marko Arnautovic könnte das sein, und man braucht dazu nicht mal seinem Spiel zuzuschauen. Man muss nur Werders Trainer Thomas Schaaf zuhören.

Schaaf: Er hat das Besondere in sich

Thomas Schaaf hat im Trainingslager in Donaueschingen quasi angekündigt, dass Bremen der Liga einen neuen Star schenken könnte. 'Wenn er das fortsetzt, was er andeutet, dann ist er in der Spur', hat Schaaf gesagt. Und als er über die besonderen Fähigkeiten des 21-jährigen Angreifers sprach, da war es wahrscheinlich mehr als ein Zufall, dass Schaaf die Namen Johan Micoud, Diego und Mesut Özil erwähnte.

'Er hat eine sehr gute Schnelligkeit, er ist technisch hervorragend ausgebildet', sagt Schaaf über den Neuzugang Marko Arnautovic, 'er hat ein gutes Zweikampfverhalten. Er braucht seine Freiheiten, aber er ist bereit, die anderen ins Spiel einzubinden.' Zusammenfassung: 'Er ist ein Spieler, der das Besondere und trotzdem auch den Gedanken des Teams in sich hat.'

Das kann ja was werden, und dabei kann man auch daran denken, wie der junge Österreicher mit serbischen Wurzeln sich selbst vorgestellt hatte, als er in Donaueschingen mit der Presse sprach. Er war dabei erfrischend offen, erfrischend direkt. Auf dem Trainingsplatz am Öschberghof gab er oft den Scherzbold. Womit er ein kleines Vakuum ausfüllte, das seit dem Weggang von Ivan Klasnic registriert werden konnte.

'Er hat einen speziellen Charakter', sagt Claudio Pizarro über seinen neuen Kollegen. Thomas Schaaf findet, 'dass der Claudio das schon richtig ausgedrückt hat'.

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