Werder Bremen McClaren: "Wir müssen an den Sieg glauben"

Bremen. Twente Enschedes Trainer Steve McClaren erwartet am Donnerstag ein offensives Werder Bremen im Europa-League-Rückspiel. "Wir sind noch lange nicht in der nächsten Runde, das wird sehr spannend", glaubt auch Offensivspieler Kenneth Perez.
24.02.2010, 18:57
Lesedauer: 2 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Twente Enschedes Trainer Steve McClaren erwartet am Donnerstag ein offensives Werder Bremen im Europa-League-Rückspiel. "Wir sind noch lange nicht in der nächsten Runde, das wird sehr spannend", glaubt auch Offensivspieler Kenneth Perez: "Wir haben eine 1:0-Führung im Rücken, die versuchen wir, zu verteidigen. Das wird zweifelsohne ein ganz schweres Spiel werden."

Verteidigen oder angreifen, diese Frage stellt sich auch Trainer McClaren. Beides sei gleich wichtig, betont der Engländer. Zunächst komme es darauf an, die ersten 20 Minuten ohne Gegentreffer zu überstehen. "Da wird Werder hohes Tempo gehen", glaubt der Trainer der Niederländer. Werder sei ohnehin ein "goal scorring team", eine echte Offensivmannschaft, die immer für Tore gut ist und den Weg nach vorne sucht. Danach zähle es für Twente aber auch, selber den Weg nach vorne zu suchen. Ein Auswärtstor, weiß McClaren, wäre enorm wichtig für sein Team auf dem Weg ins erste Achtelfinale eines Europacups überhaupt. "Wenn wir das erste Tor schießen", sagt McClaren, "dann haben wir eine gute Chance."

Überhaupt, wie stehen denn nun die Chancen nach dem 1:0 von Twente im Hinspiel? Sind die Niederländer nun etwa die Favoriten? Nein, sagt McClaren, und spielt damit den Druck zurück zum Gegner. Favorit, sagt der Brite, sei natürlich noch immer Werder Bremen. "Aber wir haben den Graben etwas verkleinert. Wir nähern uns der 50:50-Chance." Und der routinierte Däne Perez ergänzt: "Werder Bremen ist eine der Spitzenmannschaften in Europa. Der Sieg im Hinspiel war ein toller Erfolg für uns." Mit Kampfansagen halten sich bei Twente alle Verantwortlichen vornehm zurück.

Glauben die Twente-Spieler an ihre Chance?

Damit es auch im Rückspiel wieder etwas zum Jubeln gibt, setzt McClaren auf drei Tugenden: "brave, courage, believe". Kampfstärke, Mut und Glaube brauche Twente Enschede im Weserstadion, um den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen. Generell sieht der Trainer das Rückspiel auch als psychologische Herausforderung für sein international noch sehr unerfahrenes Team. Die Europa League sei nur ein Bonus: "Wenn wir weiterkommen, dann wäre das eine tolle Sache für uns alle und das Team würde daran sicher wachsen."

Den selbstbewussten Auftritt von Werder-Stürmer Claudio Pizarro, der zuvor auf der Werder-Pressekonferenz gelassen verkündet hatte, er und das Team glauben ganz fest an ein Weiterkommen, versteht McClaren. "Werder zieht aus seiner Historie und seiner großen Erfahrung Selbstvertrauen. Sie wissen, dass sie immer Tore schießen können, das ist ihre Stärke. Und darum glauben sie auch an ihren Erfolg." Pizarros lockeren Auftritt sieht er zugleich als Vorbild für die eigenen Spieler: "Diese Fähigkeit, die eigene Stärke nach außen zu präsentieren, müssen wir erst noch entwickeln. Das kommt von alleine, wenn man große Spiele gewinnt, so wie Werder das schon so häufig gemacht hat. Die einzige Befürchtung, die ich habe, ist die, dass meine Spieler zu wenig Glauben haben, das hier schaffen zu können."

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