FCA-Torjäger im Interview Michael Thurk: "Wir haben eine kleine Chance"

Augsburg: Mit bislang 21 Toren ist Michael Thurk mit Abstand der beste Stürmer der 2. Liga. Im Gespräch stapelte der 33 Jahre alte Toptorjäger des FC Augsburg vor dem Halbfinale im DFB-Pokal bei Werder jedoch lieber tief.
22.03.2010, 09:17
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Augsburg: Mit bislang 21 Toren ist Michael Thurk mit Abstand der beste Stürmer der 2. Liga - da kann selbst in der Bundesliga niemand mithalten. Im Gespräch mit Sabrina Knoll stapelte der 33 Jahre alte Toptorjäger des FC Augsburg vor dem Halbfinale im DFB-Pokal bei Werder jedoch lieber tief.

Der DFB-Pokal hat, heißt es, eigene Gesetze. Eines besagt: David hat beste Chancen gegen Goliath. Ein anderes lautet: Bremen gewinnt immer. Wie sehen Sie das?

Michael Thurk: Natürlich ist Werder klarer Favorit. Für mich ist das eine der drei besten Mannschaften der Liga, auch wenn sie momentan nicht ganz oben stehen. Aber wir werden natürlich versuchen, unsere kleine Chance zu nutzen. Wenn wir einen sehr, sehr guten Tag haben - und Bremen nicht -, dann können wir auch gewinnen.

Wo liegen die Stärken des FCA?

In unserer Offensive. Wir haben schon eine Menge Tore gemacht und uns in der Rückrunde auch defensiv stabilisiert, weil jetzt die gesamte Mannschaft verteidigt. Wir sind nicht umsonst das beste Rückrundenteam, haben die wenigsten Tore kassiert (4; d. Red.) und die meisten geschossen (19; d. Red.). Aber am Dienstag geht es nicht gegen einen Zweitligisten.

Mit Freiburg und Köln haben Sie schon zwei Erstligisten aus dem Pokal gekegelt...

Schon, aber Bremen ist eben ein richtig guter Bundesligist. Wenn Werder seinen besten Fußball spielt, dann wird es schwer.

Sie mussten seit der ersten Pokal-Runde nicht mehr auswärts antreten. Welche Rolle hat dieses Losglück bisher gespielt?

Das war natürlich sehr wichtig. Unsere Fans haben uns bis hierher getragen.

Weniger glücklich sahen Ihr Trainer Jos Luhukay und Ihr Manager Andreas Rettig nach der Halbfinalaulosung aus.

Ein einfaches Los war ja von vorneherein ausgeschlossen. Wir hatten uns ein Heimspiel gewünscht. Der Gegner war uns egal.

Ihre Fans scheinen alles daran zu setzten, dass Sie sich auch im Weserstadion heimisch fühlen. Es sollen mindestens 2500 Anhänger mitreisen.

Ursprünglich sollte nur ein Sonderzug hochfahren. Der war aber schon nach vier Stunden ausgebucht, also wurde noch einer eingesetzt. Und Ryanair bietet sogar zusätzliche Flüge nach Bremen an. Das ist schon irre, was hier los ist.

Ihre Fans haben ja allen Grund zur Glückseligkeit: In der Liga haben Sie St. Pauli von Platz zwei verdrängt. Spielerisch aber hat Ihr Team zuletzt nicht immer überzeugt.

Wir wissen, dass wir uns steigern müssen, dass wir uns wieder mehr Chancen erspielen müssen. Dazu kam aber auch, dass wir in diesen Spielen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gespielt haben, die sehr defensiv eingestellt waren haben, weil sie einfach jeden Punkt brauchen.

Gegen Werder wird Ihnen ein solcher Beton sicher erspart bleiben.

Darauf freuen wir uns auch schon alle.

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