Werder Bremen braucht seinen Torjäger Ohne Pizarro herrscht Tristesse

Bremen. Für Werder Bremen ist ohne Claudio Pizarro der laufenden Saison bislang nichts zu holen gewesen. Jetzt fällt der Peruaner wieder für mindestens ein Spiel aus. Und so muss sich Werder am Sonnabend (15.30 Uhr bei uns im Liveticker) gegen den VfB Stuttgart neu erfinden.
01.04.2011, 09:20
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Verletzungen sind für Werder Bremen in dieser Saison nicht neu. Claudio Pizarro hat es nun bereits zum fünften Mal erwischt. Am Sonnabend, im so wichtigen Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr bei uns im Liveticker), ist der Peruaner ohnehin wegen seiner fünften Gelben Karten gesperrt. Doch droht die Bremer "Torgarantie" noch länger zu fehlen. Zehn bis 14 Tage soll er wegen seiner Bänderdehnung im linken Sprunggelenk, erlitten im Länderspiel mit Peru am Dienstagabend, pausieren.

Es ist bereits die fünfte Verletzung für den Top-Torjäger, immer wieder muss Trainer Thomas Schaaf ohne ihn planen. Doch Werder ohne Pizarro - das war bislang nicht schön anzuschauen. Der so wichtige Peruaner fehlte in zehn Liga- und drei Champions-League-Partien. Die Bilanz seiner Kollegen fällt in diesen 13 Spielen düster aus: Nur einen Sieg gab es bei fünf Unentschieden und sieben Niederlagen. Nur neun Tore gelangen Werder ohne ihren Stürmerstar, fünf davon gehen allein auf das Konto des mittlerweile abgewanderten Hugo Almeida, zwei waren Elfmeter von Torsten Frings und Aaron Hunt. Zahlen, die beweisen: Werder braucht seine Torgarantie. Pizarro ist nicht zu ersetzen.

Denn erst als Pizarro in der Rückrunde fit war und dauerhaft spielen konnte, stellte sich auch der Erfolg ein. Er ist Werders erfolgreichster Torschütze (sechs Treffer) und besten Feldspieler im Notenschnitt der Fachzeitschrift "kicker" (3,31). Man solle Pizarro in Watte packen, scherzte Per Mertesacker nach dem bislang letzten Heimsieg Mitte Januar gegen Hoffenheim. Und auch Sandro Wagner sagte jüngst: "Claudio ist unser wichtigster Spieler. Es ist gut, dass er wieder da ist."

Und Wagner muss es wissen, schließlich stürmt er an der Seite des Peruaners. Bei den Siegen in Freiburg und Nürnberg schoss Pizarro zuletzt jeweils die entscheidenden Treffer zum 2:1. Doch ist er nicht nur als Torgarantie wichtig. Er arbeitet viel für das Team, ist ständig unterwegs, leitet Angriffe ein und strahlt Torgefahr aus. Pizarro ist für das komplette Teamgefüge wichtig, er bringt Entlastung für die Abwehr. Ohne ihn muss sich Werder neu erfinden: Einen adäquaten Ersatz gibt es nicht.

Der VfB Stuttgart wird das alles wissen. Schließlich fehlte Claudio Pizarro auch im Hinspiel. Damals zerlegten die Schwaben die hilf- und wehrlosen Bremer mit 6:0. Es war die höchste aller Niederlagen für Werder ohne seine Torgarantie. (bb)

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