Werder Bremen Pizarro-Einsatz gegen Hoffenheim ist fraglich

Bremen. Claudio Pizarro fehlte am Sonntag beim Werder-Training mit Nackenproblemen. Ob es für einen Einsatz am Dienstag im so wichtigen Pokalspiel gegen Hoffenheim reicht, ließ Trainer Thomas Schaaf noch offen.
08.02.2010, 09:55
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Pizarro-Einsatz gegen Hoffenheim ist fraglich
Von Thorsten Waterkamp

Bremen. Der Zapfenstreich galt auch für ihn. Um Mitternacht war die Grün-Weiße Nacht für die Werder-Profis am Sonnabend beendet - schließlich hatte Thomas Schaaf für den Sonntagmorgen eine frühe Trainingseinheit angesetzt. So musste Claudio Pizarro das Feld im Congress Centrum räumen. Ein paar Stunden Schlaf später aber, beim Training, fehlte der Peruaner. Er ist verletzt.

'Probleme mit dem Nacken', erläuterte Schaaf mit wenigen Worten, hat der Stürmer, von dessen Wohl und Wehe Werder so abhängig ist in dieser Saison. Wie ausgeprägt diese Probleme sind, dazu gab der Chefcoach keine weitere Erklärung. Nur die kurze Ergänzung: 'Wir müssen am Montag gucken.' Stand Sonntag bedeutete diese knappe Aussage, dass Claudio Pizarros Einsatz morgen Abend im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen 1899 Hoffenheim nicht sichergestellt ist.

Der maximale Rückschlag im Personalrondell des Bremer Sturms tritt zum wiederholten Mal auf. Kaum ein Spieler im grün-weißen Kader ist im vergangenen Vierteljahr so oft von Verletzungen, Pech und Erkrankungen verfolgt gewesen wie Claudio Pizarro. Von Ende Oktober fehlte der Angreifer bis Mitte Dezember, weil er sich im Liga-Spiel beim VfL Bochum eine Fissur im Fuß zugezogen hatte - erst auf der Zielgeraden der Hinrunde kehrte er zurück. Unmittelbar vor dem Rückrundenstart rutschte er auf einer Eisplatte am Trainingsplatz aus - Kapselverletzung, nur eine halbe Stunde Einsatz in Frankfurt war möglich. Danach gerade wieder fit, setzte ihn zum Spiel gegen den FC Bayern eine Grippe matt.

Pizarro hat seit jenem Bochumer Abend von elf Liga-Spielen nur drei über volle 90 Minuten mitgemacht; zweimal wechselte ihn Schaaf in höchster Not ein, als Werder gegen Schalke und Frankfurt jeweils einem 0:1-Rückstand hinterher lief. Insgesamt kommt Pizarro nach 21 Bundesliga-Spieltagen sogar nur auf 13 Einsätze in der Meisterschaft, weil sein Wechsel von Chelsea zu Werder erst perfekt gemacht wurde, als die beiden ersten Partien bereits gespielt waren. Umso eindrucksvoller ist die Bilanz des Peruaners mit acht Toren allein in der Liga.

Treffer Nummer acht hatte der 31-Jährige noch am Freitagabend gegen Hertha BSC geschossen und damit die Bremer Durststrecke nach fünf Niederlagen hintereinander beendet. Vor allem aber unterstrich er zum x-ten Mal seine Bedeutung für Werder 2010; gegen die Hertha hatten ihn selbst mehrere vergebene Gelegenheiten nicht aus dem Takt gebracht. Darin sah auch Thomas Schaaf den größten Wert seines Torgaranten am Freitag. 'Gut, dass wir mit Claudio einen erfahrenen Stürmer in unseren Reihen haben, der sich nicht so schnell verunsichern lässt, der weiß, dass er nach solchen klaren, nicht genutzten Chancen immer wieder nachlegen muss', sagte der Bremer Cheftrainer nach dem 2:1-Sieg.

Nun ist es möglich, dass Werder die endgültige Wende zum Besseren ohne seinen erfolgreichsten Schützen schaffen muss. Der Erfolg gegen Berlin war nur ein erster Schritt heraus aus der Misere; zum Trendsetter werden die Grün-Weißen erst, wenn sie gute Spiele und gute Ergebnisse morgen im Pokal gegen Hoffenheim und am Sonnabend in der Liga in Hannover folgen lassen. Mit Claudio Pizarro dürfte das erheblich leichter fallen.

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