Werder Bremen Abschied ist für Pizarro eine Option

Bremen. Claudio Pizarro knüpft seinen Verbleib in Bremen über das Jahr 2012 hinaus an Bedingungen. Nur wenn Werder wieder international spielt, will der Stürmer seine Vertrags-Option ziehen.
20.07.2011, 11:25
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Abschied ist für Pizarro eine Option
Von Olaf Dorow

Bremen. Claudio Pizarro ist ein Gute-Laune-Mensch. Nun gut, er ist verletzt gerade, er kann auch noch nicht so viel mit dem Ball arbeiten wie er möchte im Aufbautraining. Aber zum Bundesliga-Start in zweieinhalb Wochen will er wieder startklar sein. Nun gut, Peru hat das Halbfinale der Copa America verloren letzte Nacht, 0:2 gegen Uruguay. Er hatte sich einen Wecker gestellt, um das Spiel nachts um halb drei deutscher Zeit zu schauen. Ja gut, er sei traurig wegen der Niederlage. Aber er sei auch sehr stolz darauf, was seine Peruaner erreicht haben. Das würde Mut machen für die WM-Qualifikation ab Oktober. Die WM 2014 sei sein großes Ziel.

Fröhlich kommentierte er auch, was eine peruanische Zeitung geschrieben hat. Sie wollte von Pizarro erfahren haben, dass er 2012 Werder verlassen werde. "Seit ich in Europa bin, habe ich noch nie mit einer peruanischen Zeitung gesprochen", behauptete er. Das kann man glauben, muss man aber nicht. Denn in einem Gespräch mit deutschen Journalisten am Mittwoch in Donaueschingen sagte er im Prinzip nicht groß etwas Anderes. Sein Vertrag läuft noch bis 2012 und beinhaltet eine Optionauf ein weiteres Jahr. Die Optionläge ganz bei ihm und nicht bei Werder, sagte Pizarro. Und dann: "Wenn Werder die internationalen Plätze nicht erreicht, dann muss ich meine Optionen anschauen." Auch die OptionVereinswechsel. Ein Treueschwur war das jedenfalls nicht. Werder würde ohne internationale Einnahmen allerdings auch kaum noch genug Geld haben, um einen Schwerverdiener wie Claudio Pizarro weiterzubeschäftigen. Er soll circa vier Millionen Euro per anno verdienen.

Nun kann er ja selbst dafür sorgen, dass Werder einen Europacup-Platz erreicht. "Wir können das schaffen", sagt er und lobt die Mannschaft. Er ist immer zuversichtlich. Er will das auch an vorderster Front begleiten – und seinen zum Teil wesentlich jüngeren Kollegen helfen. Egal ob er nun das Kapitänsamt erhält oder nicht. "Ich bin ein Capitan ohne Binde", sagt er – und strahlt ein letztes Mal.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+