Ex-Werder-Torjäger

Ailton holt die Double-Sieger

Bremen. Am 6. September bekommt Ailton sein Abschiedsspiel im Weserstadion. Und schon jetzt ist der Ex-Werder-Torjäger sehr aufgeregt.
11.03.2014, 13:26
Lesedauer: 2 Min
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Ailton holt die Double-Sieger
Von Thorsten Waterkamp
Ailton holt die Double-Sieger

Wie schon 1998: Ailton im Bremer Parkhotel.

nordphoto

Bremen. Einst, als der Mann dort für drei Wochen noch allein wohnte (und der Legende nach jeden Tag Spaghetti bolognese gegessen haben will), war die See-Suite im Park Hotel groß genug.

Für das umfängliche Medienaufgebot jedoch, das am Dienstag diese gewissermaßen historischen Räumlichkeiten enterte, wurde es etwas eng, als eben jener Mann 16 Jahre später dorthin zurückkehrte, um noch einmal Werbung in eigener Sache zu machen: Ailton. Am 6. September nimmt der Brasilianer Abschied vom Fußball, sein Abschiedsspiel im Weserstadion soll den Schlusspunkt hinter die schillernste Karriere setzen, die je ein Werder-Profi ge- und erlebt hat.

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Es soll der ganz große Bahnhof werden an diesem ersten September-Sonnabend, so wie es das Weserstadion ein Jahr zuvor mit Torsten Frings erlebt hatte. 60 Spieler sind avisiert, wenn Ailton zum Spiel zwischen Werders Double-Siegern 2004 und einer Südamerika-Auswahl lädt. „Mit Claudio hab’ ich Freitag telefoniert – der erste, den ich eingeladen habe“, sagt Ailton, und sein früherer Bremer Sturmpartner Claudio Pizarro habe ihm sofort zugesagt: „Egal, wo ihr spielt.“

Wunschtrainer Schaaf und Heynckes

Mit Pizarro haben bis dato bereits knapp zwei Dutzend Spieler zugesagt, darunter Ex-Werderaner wie Fabian Ernst, Valérien Ismaël, Tim Borowski, Frank Baumann und Paul Stalteri oder südamerikanische (Ex)-Profis wie Naldo, Diego, Marcelinho, Paulo Sergio oder Ratinho. Viele von ihnen haben mit Ailton zusammengespielt, wie Marcelo Bordón, Lincoln, Gustavo Varela und Dario Rodriguez (alle bei Schalke), Óscar Córdoba (bei Besiktas) oder Luis Hernandez damals in Mexiko bei Tigres UANL. Von dort holte ihn Werder im Oktober 1998 nach Bremen.

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Noch nicht endgültig geklärt ist die Trainerfrage. Natürlich, Thomas Schaaf soll’s machen, sagt Ailton und rückt seinen Ailton-Schal zurecht: „Er musse dabei sein.“ Gesprochen habe er noch nicht mit ihm: „Aber alle sagen: Ja!“ Dazu sollen sich Kalli Kamp und Dieter Burdenski gesellen.

Auch der Cheftrainerstuhl der Südamerika-Fraktion ist noch unbesetzt. Ailtons liebster Kandidat wäre Jupp Heynckes, unter dem er anfangs bei Schalke spielte. „Nur drei, vier Monate“, erinnert sich der heute 40-Jährige – aber die waren offenbar beeindruckend. Ailton: „Er ist ein guter Mensch.“ An seiner Seite soll Ailtons erster Werder-Trainer sitzen, Wolfgang Sidka.

Veranstalter des Abschiedsspiels ist Christian Howaldt, der im vergangenen Jahr den letzten Auftritt von Torsten Frings gemanagt hat. Eine Kopie des Frings-Events werde es nicht geben, eine Lasershow schloss er am Dienstag schon mal aus. „Es wird“, verriet Howaldt, „mehr getanzt als bei Torsten – wir wollen eine Riesen-Samba-Party organisieren.“

Der Ticketverkauf läuft seit Dienstag – und er läuft offenkundig gut. Am späten Nachmittag streikte zeitweilig das Ticketportal bei werder.de. Noch offen ist die Anstoßzeit: Sie hängt von einer geplanten Fernsehübertragung ab und steht deshalb noch nicht fest.

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