Die Spielerbilanz: Milos Veljkovic

Alles wieder auf Null

Die Spielzeit 2018/2019 ist für Werder beendet. Grund genug, um noch einmal ganz genau hinzuschauen, wie sich die Bremer Profis in der abgelaufenen Saison geschlagen haben. Heute: Milos Veljkovic.
30.06.2019, 17:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Rommel
Alles wieder auf Null
nordphoto

Milos Veljkovic ging als Stammkraft in die Saison, musste seinen Platz aber dann doch erstaunlich oft für seinen Kontrahenten Sebastian Langkamp räumen. Der Serbe hatte mit einigen Leistungsschwankungen und den Nachwehen der WM zu kämpfen und muss jetzt zeigen, ob er mit der ersten schwächeren Saison seiner Karriere umgehen kann.

Die Zahlen

Milos Veljkovic‘ Saison war geprägt von Mittelmaß. Veljkovic kam auf 23 Einsätze und 1878 Spielminuten, stand also rund zwei Drittel der Saison auch auf dem Platz. Seine Passquote war gut (knapp 90 Prozent), die Zweikampfwerte besonders in der Luft auch (57 Prozent). Ein Tor, kein Assist, dafür aber gleich zwei Platzverweise - und damit die meisten aller Bremer Spieler - unterstreichen eine eher durchwachsene Saison.

Die Saison

Veljkovic ging mit dem Wissen in die Saison, dass er neben Abwehrchef Niklas Moisander rechts in der Innenverteidigung gesetzt ist. Veljkovic‘ Vorsprung vor seinem direkten Konkurrenten Sebastian Langkamp war beträchtlich, wenngleich der Serbe mit einer Bürde in die Saison startete: Wegen der Teilnahme an der Weltmeisterschaft und einem entsprechend verkürzten Urlaub hatte Veljkovic weniger Vorbereitungszeit als er offenbar benötigt hätte.

Nach einem ganz ordentlichen Start und einem sehr guten Spiel gegen Berlin erlebte der 23-Jährige in Stuttgart einen rabenschwarzen Tag. Das Spiel beim VfB war eine erste kleine Zäsur, in der Folge wirkte der Spieler oft ungewohnt fahrig und in einigen Momenten unkonzentriert. Eine Hüftverletzung torpedierte die Aufarbeitung der Defizite. Wie Yuya Osako oder Ludwig Augustinsson versackte Veljkovic im Post-WM-Loch. Und weil im Hintergrund Langkamp immer mehr aufholte und die Lücke zu Veljkovic bis zur Winterpause schloss, gab es in der Rückserie einen offenen Zweikampf um den Posten des rechten Innenverteidigers.

Veljkovic und Langkamp wechselten sich ab, je nach Gegner, eigener Grundordnung und Ausrichtung vertraute Florian Kohfeldt immer dem jeweils passenden Spieler. Veljkovic‘ Probleme gerade in der sehr direkten, vertikalen Spieleröffnung blieben, dafür streute er nun merklich öfter auch mal einen Diagonalball ein - und weiterhin auch den einen oder anderen Fehler in der Defensive. Die Probleme im Antritt und mit der Endgeschwindigkeit blieben. Erst in der Schlussphase der Saison hatte Veljkovic wieder die Nase vorn, wurde aber auch da wieder von einer Gelb-Roten Karte kurz ausgebremst.

Der Ausblick

Die letzten Spiele machen Hoffnung, dass Veljkovic nach einem ausgiebigen Urlaub und einer kompletten Vorbereitung mit der Mannschaft wieder besser in die Spur findet. Trotzdem halten sich weiter Gerüchte um die Verpflichtung eines zusätzlichen Innenverteidigers mit einem starken rechten Fuß. Für Veljkovic ging es in den letzten Jahren zwar langsam, aber steil bergauf. Nun muss er mit der ersten kleinen Delle seiner noch jungen Karriere klarkommen - was aber auch eine Chance sein kann, daraus gestärkt hervorzugehen. Der Zweikampf mit Langkamp dürfte jedenfalls erstmal weitergehen.

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