Werder Bremen Allofs ist von Hunt enttäuscht

Bremen. Klaus Allofs hat sich enttäuscht über Aaron Hunts Platzverweis im Auswärtsspiel bei Bayern München gezeigt. Auf den Aussetzer von Claudio Pizarro reagiert der Werder-Boss verständnisvoller.
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Bremen. Nur gut, dass die Werder-Profis bis Dienstag frei haben, denn so laufen sich der Spieler Aaron Hunt und der Sportdirektor Klaus Allofs erst wieder über den Weg, wenn der schlimme Vorfall schon ein paar Tage zurückliegt, sich der erste Ärger gelegt hat.

Am Sonnabend in der Münchner Allianz-Arena mied Allofsdas Gespräch mit seinem Mittelfeldspieler, der für ein brutales Foul kurz vor Schluss die Rote Karte bekommen hatte und nun vermutlich für drei, vielleicht sogar vier Spiele gesperrt wird. Allofswar ziemlich sauer.

„Frust ist die einzige Erklärung“, sagte Allofsüber das beidbeinige Einsteigen Hunts gegen Bayerns Nationalspieler Toni Kroos in Höhe der Mittellinie. „Ich bin sehr enttäuscht, dass er so reagiert hat. Ich muss erwarten, dass er sich besser unter Kontrolle hat.“

Was Allofsbesonders ärgerte: Hunts Rote Karte war bereits der vierte Platzverweis für einen Bremer Spieler in dieser Hinrunde, „und das, wo wir das vorher thematisiert hatten“. Torwart Tim Wiese (Rot gegen Nürnberg) war in dieser Halbserie ebenso wie Marko Arnautovic (Rot gegen Hannover) schon für drei Spiele gesperrt, Sokratis musste nach Gelb-Rot gegen Gladbach ein Spiel aussetzen. „Platzverweise und die damit verbundenen Sperren können wir uns nicht leisten.“

Weil Werder jetzt speziell im Mittelfeld improvisieren muss, da für Hunt und Mehmet Ekici (verletzt) die Hinrunde beendet ist.

Verständnis für Pizarro

Dabei konnten die Bremer noch von Glück reden, dass sich nicht auch Claudio Pizarro auf die Sünderbank setzen musste. Denn Pizarros Ellenbogenschlag gegen die Brust von Holger Badstuber hätte Schiedsrichter Florian Meyer auch als Tätlichkeit werten können. Allofsreagierte auf Pizarros Unbeherrschtheit verständnisvoller als auf Hunts Aussetzer.

„Vorher gab es ein ganz klares Halten und Klammern. Es war vielleicht nicht die elegante Art, aber Claudio will sich losreißen. So etwas passiert ständig. Ich würde mir wünschen, dass die Stürmer da auch mal geschützt werden.“ Hier, so muss man allerdings vermuten, sprach eher der ehemalige Stürmer als der sachliche Analytiker in Klaus Allofs. (mhd)

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