Werder-Trainer Anfang über Friedl

„Ein richtiger Typ“

Marco Friedl gab am Wochenende sein Saisondebüt - auf der ungeliebten linken Abwehrseite. Doch Trainer Anfang hat auch dort eine hohe Meinung vom jungen Österreicher.
04.08.2021, 10:26
Lesedauer: 1 Min
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Von Björn Knips
„Ein richtiger Typ“

Friedl im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf.

Andreas Gumz

Erstes Spiel nach der EM – und da musste Marco Friedl beim SV Werder Bremen gleich mal auf der linken Seite verteidigen, was er nicht so mag. Doch Trainer Markus Anfang findet den Österreicher auch dort gut und hat ohnehin eine sehr hohe Meinung von dem 23-Jährigen. 

„Ich habe ihn als richtigen Typen kennengelernt, der vorneweggeht, der seine Meinung sagt, der auf dem Platz Verantwortung übernimmt“, berichtet Anfang: „Marco stellt viele Fragen, ist sehr wissbegierig – das finde ich positiv.“ Ob sich Friedl durch die EM-Teilnahme verändert habe, könne er freilich nicht beurteilen: „Ich weiß ja nicht, wie er vorher war.“
Gespielt hat Friedl beim Turnier nicht. Er war nur Zuschauer bei den starken Leistungen der Österreicher, die im Achtelfinale erst in der Verlängerung unglücklich an Italien gescheitert sind. Trotzdem wirkt Friedl nach seiner Rückkehr durchaus noch etwas selbstbewusster. Das Image des Lehrlings hatte er allerdings schon vergangene Saison abgelegt.

Schließlich war er Stammspieler in der Innenverteidigung, für ihn setzte Coach Florian Kohfeldt sogar seinen Kapitän Niklas Moisander auf die Bank.
Bei Anfang spielt Friedl nun wieder als Linksverteidiger. „Er hat in der Vergangenheit beide Positionen gespielt“, merkt der Coach an. Gleiches gelte für Anthony Jung, der gegen Hannover 96 hinten links aufgelaufen war, in Düsseldorf aber wegen der Geburt seines Kindes fehlte. Auffällig war gegen die Fortuna, dass Werder bei Ballbesitz aus der Vierer- eine Dreierkette machte, weil Rechtsverteidiger Manuel Mbom ins Mittelfeld aufrückte. Da passte Friedl dann als Linksverteidiger sehr gut. Anfang mag diese Flexibilität. Wichtiger als das System sei das Besetzen bestimmter Räume. Das müssten die Spieler verinnerlichen.

Bei Friedl wirkte das im ersten Spiel noch etwas holprig, was auch an der wegen der EM verpassten Vorbereitung liegen könnte. Wo genau der Österreicher künftig eingesetzt wird, lässt Anfang ganz bewusst offen. Möglicherweise ist Friedl auch schon bald weg. Er ist ein heißer Verkaufskandidat, der FC Augsburg hat bekanntlich ein Auge auf ihn geworfen.

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