"Immer wieder da reinpeitschen" Anfangs "Eins-gegen-eins-Auftrag" für Dinkci

Eren Dinkci lebt von seinem Tempo und den Eins-gegen-Eins-Duellen. Von Werder-Trainier Markus Anfang gibt es dafür volle Rückendeckung: "Ich werde ihn immer wieder da reinpeitschen“.
03.10.2021, 11:37
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus

Den Ball kurz gestoppt, zwei, vielleicht auch drei schnelle Trippelschritte, dann sofort den Blick nach vorne. Es waren Momente wie diese, mit denen Eren Dinkci das Wohninvest Weserstadion am Freitagabend wiederholt in freudige Erwartung versetzte. Messbar war das Ganze an der Lautstärke, die umgehend anschwoll, sobald sich der 21-Jährige über den linken Flügel mit Tempo auf den Weg machte. Das war während des 3:0-Heimerfolgs gegen Heidenheim auch Markus Anfang nicht entgangen.

„Wenn Eren antritt, gehen die Zuschauer gleich mit, weil zu merken ist: Da passiert jetzt was, da kommt jetzt Dynamik rein“, lobte der Werder-Trainer, für den es am Ende zweitrangig war, dass aus Dinkcis guten Ansätze nur selten Ertragreiches wurde. Mehrfach dribbelte sich der Angreifer fest, blieb hängen oder verpasste den richtigen Moment des Abspiels, was seinen ordentlichen Gesamtauftritt aber kaum trübte. Vielmehr zeigte Dinkci, dass er einer dieser Spieler ist, die die Fantasie anregen können, die mit ihrer Mischung aus Unbekümmertheit und Mut zu versprechen scheinen, dass von ihnen noch deutlich mehr zu erwarten ist.

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„Eren ist ein Fußballer, der vom Eins-gegen-eins und von seinem Tempo lebt“, sagte Anfang – und betonte: „Deshalb soll er auch genau das machen, da hat er von mir die volle Rückendeckung.“ Des Trainers These: Wenn Dinkci nur oft genug in besagte Duelle kommt, wird er sie immer öfter gewinnen, zu Abschlüssen kommen oder seine Mitspieler in Szene setzen. „Irgendwann findet er die Momente, wann er noch einen Haken schlagen oder wann er reinziehen muss“, sagte Anfang, der seinen Schützling nicht nur dazu ermutigt, sondern es regelrecht von ihm verlangt, seine Spielweise auf keinen Fall umzustellen: „Nur durchs ständige Wiederholen wird er das lernen. Ich werde ihn immer wieder da reinpeitschen.“

Allzu viel Arbeit dürfte das übrigens nicht werden, schließlich hat Dinkci am Freitagabend selbst erfahren, welche Reaktionen auch er beim Bremer Publikum auslösen kann. Bei Instagram schrieb der Stürmer an die Fans: „Was ein Abend! Danke für euren geilen Support“.

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