Angst um Selke und Moisander Corona-Kelch geht an Werder vorbei

Erst die Angst um Selke und Moisander, dann die Entwarnung: Der Corona-Kelch geht an Werder vorbei.
18.01.2021, 18:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Carsten Sander

Als sich Davie Selke am Nachmittag mit Nackenkissen um den Hals und hochgerecktem Daumen am Weserstadion zeigte, war klar: Der Corona- Kelch ist nochmal an Werder Bremen vorbeigegangen. Bis Sonntag musste der Bundesligist noch positive Tests bei Selke und Niklas Moisander befürchten. Doch nachdem die reguläre Testreihe am Sonntag bei beiden Spielern unklare Ergebnisse geliefert hatte, brachten weitere Checks am Montag das klare Ergebnis: keine Corona-Infektion, keine Quarantäne, keine zusätzlichen Ausfälle für das Spiel bei Borussia Mönchengladbach am Dienstag. Sowohl Selke als auch Moisander fuhren mit dem Team an den Niederrhein.

Der Schreck bei Werder war allerdings groß, als am Sonntagabend die unklaren Testergebnisse hereinschneiten. Trainer Florian Kohfeldt lag nach eigenen Angaben schon fast im Bett, als die Nachricht des Teamarztes auf dem Handy einging. Von einer „kleinen Unsicherheit“ war die Rede, so Kohfeldt. Was natürlich alles heißen kann. Also wurde nachgeprüft. Zunächst mit Schnelltests, die allesamt negativ waren, dann mit einem PCR-Test, der maßgeblich war und das erhoffte Ergebnis brachte. Keine Infektion nachweisbar. „Wir waren während der ganzen Zeit in enger Abstimmung mit der Deutschen Fußball-Liga und dem Bremer Gesundheitsamt“, so Kohfeldt.
Während Moisander am Montag bereits das Abschlusstraining zur Mittagszeit absolvieren konnte, musste Selke ein wenig länger warten und fehlte deshalb. „Wir gehen da kein Risiko ein“, meinte Kohfeldt. Natürlich nicht. Mit dem negativen Testergebnis war dann aber auch das letzte Risiko ausgeschaltet, und Selke machte sich auf den Weg zur Mannschaft.

Offenbar sind Tests ohne ein sofortiges eindeutiges Resultat kein Novum. Es sei schon „ein, zwei Mal vorgekommen“, räumte Kohfeldt ein. Bislang ist es bei Werder aber bei nur einem tatsächlichen Corona-Fall geblieben. Felix Agu hatte es im vergangenen Jahr erwischt, es blieb für ihn aber bei häuslicher Quarantäne. „Wir sind bisher gut durch die Pandemie gekommen", erklärte der Coach, „das haben wir unserem guten Verhalten, aber auch dem Glück zu verdanken.“ Dennoch sei jeder Test auch immer „eine kleine Stresssituation“, so Kohfeldt, mit den Überprüfungen an sich und den mitunter unklaren Ergebnissen „müssen wir leben, auch wenn das nicht angenehm ist“.

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