WM-Qualifikation Arnautovic droht die Ersatzbank

Wien. Frust und Ärger der traurigen Prater-Nacht gegen Deutschland sind verdaut - voll Tatendrang und Selbstbewusstsein ist Österreichs Nationalelf nach Kasachstan geflogen. Dort droht Werder-Profi Marko Arnautovic aber ein Bank-Platz.
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Wien (dpa) - Frust und Ärger der traurigen Prater-Nacht gegen Deutschland sind verdaut - voll Tatendrang und Selbstbewusstsein ist Österreichs Fußball-Nationalelf nach Kasachstan geflogen.

In der Steppe will und muss das erstarkte Austria-Team schaffen, was gegen Deutschland (1:2) eben nur fast geklappt hatte: Punkte für die WM-Qualifikation holen. So greifbar wie das Turnier 2014 in Brasilien war die WM-Teilnahme seit 1998 nicht mehr, spürt man in Österreich.

Mindestens sieben Bundesliga-Legionäre sollen am Freitag gegen Kasachstan auf dem Kunstrasen der Astana Arena stehen. Pechvogel Marko Arnautovic (Werder Bremen) könnte wegen fehlender Leistung auf die Ersatzbank verbannt werden, vermuteten österreichische Zeitungen: Er hatte Mitte September gegen Deutschland in der 87. Minute den Ausgleich kläglich vergeben und sich danach mit Tränen in den Augen bei der Nation entschuldigt. Trainer Marcel Koller stehe zwar hinter dem unberechenbaren Showman, werde aber wegen fehlender Trainingsleistung nachdenklich, schreibt die Zeitung «Österreich» am Donnerstag.

Nach einer reinen Legionärself gegen Deutschland holt Koller diesmal vermutlich einen heimischen Star in die Startaufstellung: Verteidiger Florian Klein vom FC Red Bull Salzburg soll György Garics (FC Bologna) in der Viererkette ersetzen. Stürmer Martin Harnik (VFB Stuttgart) könnte zugunsten von Marc Janko (Trabzonspor) auf der Bank Platz nehmen.

«Wir sind uns bewusst, dass wir die besseren Fußballer als die Kasachen sind. Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, Dominanz zeigen und drei Punkte holen», gibt sich Kapitän Christian Fuchs von Schalke 04 vor seinem 50. Länderspiel im ÖFB-Trikot siegessicher. Dennoch dürfe man die Kasachen nicht unterschätzen. «Wir dürfen nicht glauben, dass Kasachstan zum Selbstläufer wird, nur weil wir gegen Deutschland gut gespielt haben.» Ein Ausrutscher hätte fatale Folgen.

Der Konkurrent Schweden dürfte bei seinem Freitagsspiel auf den Färöer drei Punkte sicher einfahren und wäre dann schon um sechs Punkte enteilt. Zudem kommt Kasachstan am Dienstag zum Rückspiel nach Wien - das Selbstvertrauen des Kontrahenten soll dann durch eine Niederlage geschwächt sein.

«Wird es eine Reise ins Glück?» schreibt «Österreich» am Donnerstag zum Abflug der Rot-Weiß-Roten. Gegen Abend sollte das Team in Astana landen, das Abendessen stand erst weit nach Mitternacht auf dem Programm. Wegen des kurzen Aufenthalts leben die Spieler trotz vier Stunden Zeitverschiebung weiter nach der österreichischen Ortszeit, mit Ausschlafen am Spieltag bis 13 Uhr in speziell abgedunkelten Zimmern. So hatte es das DFB-Team bei seinem Gastspiel in Astana vor zwei Jahren auch gehalten und dem Jetlag getrotzt.

Das Spiel sei kein Pflichtsieg, die drei Punkte könnten nicht garantiert werden, versucht ÖFB-Präsident Leo Windtner allzuviel Druck vom Team zu nehmen: «Die Spieler müssen unbedingt mit der gleichen Einstellung wie gegen Deutschland ins Spiel gehen, aber dafür wird Koller sicher sorgen», sagte er. In den Schweizer Trainer setzt Österreich seine WM-Hoffnungen.

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