Profis Arnautovic gibt Kiew Korb

Bremen. Am Sonntag hat Danijel Arnautovic, der Bruder und zugleich Berater des österreichischen Nationalspielers, Stellung bezogen und einen Wechsel von Marko Arnautovic nach Kiew ausgeschlossen.
17.02.2013, 21:29
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Arnautovic gibt Kiew Korb
Von Oliver Matiszick

Bremen. Werders Dementi nach Spielschluss am Sonnabend war klar gewesen – Berichten über eine Einigung mit Dynamo Kiew in Sachen Marko Arnautovic hatte der neue Sportchef energisch zurückgewiesen. Was bisher fehlte, war eine entsprechend deutliche Aussage des Spielers selbst, wie es um sein eigenes Interesse an einem Wechsel steht.

Auch gestern Mittag, nach dem Auslaufen und leichten Trainingsprogramm in Anschluss an das Freiburg-Spiel verließ Arnautovic das Weserstadion zwar mit einer kurzen Grußgeste, aber wortlos. Im Verlauf des Sonntags sprach dafür Danijel Arnautovic, der Bruder und zugleich Berater des österreichischen Nationalspielers – und legte das Thema Kiew damit auch offiziell zu den Akten. Man habe das – äußerst lukrative – Angebot nicht angenommen und dem Verein eine offizielle Absage erteilt, erklärte er: „Es wird keine weiteren Gespräche geben. Geld ist nicht alles.“

Gespräche soll es stattdessen nun erst einmal mit Werder geben. Sein Bruder wolle Werder etwas zurückgeben, da der Klub auch in schlechten Zeiten zu ihm gehalten habe, sagte Danijel Arnautovic. Das Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Außenangreifer, der im inzwischen dritten Jahr seine bisher beste Saison für Werder spielt, hatte Sportchef Eichin in den Tagen zuvor in seinen Reaktionen auf die Wechselspekulationen dann auch immer wieder untermauert: „Wir haben andere Ziele mit ihm.“ Zeitdruck bestehe bei den Gesprächen allerdings nicht – Arnautovic’ Vertrag in Bremen läuft noch bis zum Sommer 2014.

Fest stehen dürfte aber auch: Die Absage an Dynamo Kiew wird die Spekulationen über die Zukunft von Marko Arnautovic wohl nur vorübergehend beendet haben. Darüber machte sich auch Trainer Thomas Schaaf keine Illusionen, trotz der eindeutigen Position, die zuvor schon der Verein bezogen hatte. „Es wird auch im August wieder ein Transferfenster geben“, sagte er gestern Mittag, „und auch dann wird es wieder Diskussionen geben.“

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