Abstimmung in der Innenverteidigung Auf die Schnelle

Es wird eine spannende Premiere - für Werder im Allgemeinen, für die neuen Innenverteidiger im Speziellen: Niklas Moisander spielt erstmals neben Ömer Toprak, die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
16.08.2019, 13:49
Lesedauer: 1 Min
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Auf die Schnelle
Von Malte Bürger

Ein paar Tage erst hat Ömer Toprak seit seinem Wechsel von Dortmund nach Bremen mit den Werder-Profis trainieren können. Eine Stammplatzgarantie hat ihm Chefcoach Florian Kohfeldt dennoch ausgestellt, über die Klasse des 30-Jährigen gibt es im Verein aktuell keine zwei Meinungen. „Ömer ist schon so lange in der Bundesliga. Ihn musste man hier niemandem vorstellen“, sagte Kohfeldt. In Freiburg, Leverkusen und beim BVB hat Toprak seine Klasse bewiesen, man kennt sich also aus diversen Duellen. Nun wird gemeinsam verteidigt. „Bei seinem Transfer war es ein wichtiges Kriterium, dass er im Laufe seiner Karriere bei Vereinen gespielt hat, die in Facetten eine ähnliche Art und Weise des Fußballs haben wie wir“, sagte Kohfeldt. „Unser Grundgedanke vom Fußball ist nicht so, dass er sich jetzt komplett umstellen muss.“

Dieser Vorteil ist nicht ganz unwichtig. Werders Abwehrchef Niklas Moisander hat in der vergangenheit zwar häufig bewiesen, dass wechselnde Nebenleute für ihn kein Problem sind, die Abstimmung mit einem gänzlich neuen Akteur muss aber auch ihm erst einmal gelingen. Der Finne hat jedoch bereits nach wenigen Tagen ein richtig gutes Gefühl. „Mein erster Eindruck von ihm ist sehr gut“, sagte Moisander und ergänzte schmunzelnd: „Er ist sicherlich der schnellste von uns Innenverteidigern.“

Damit hatte der 33-Jährige einen weiteren positiven Effekt der Verpflichtung angesprochen. Toprak hat auf seiner Position ligaweit mit das höchste Tempo im Gepäck, in der Vergangenheit waren Topgeschwindigkeiten im Abwehrzentrum dagegen nicht unbedingt beheimatet. „Wenn man nicht über die letzte Geschwindigkeit verfügt, dann muss man eben sehr clever spielen", sagte Kohfeldt, der allerdings auch den verletzten Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp „extrem gute Spiele“ in der Konterabsicherung attestierte. Dennoch betonte Werders Trainer: „Jetzt rettet Ömer vielleicht die eine oder andere Situation für uns, in der wir als Mannschaft nicht so clever waren. Trotzdem ist es weiterhin nicht unser Grundgedanke, hinten ständig in Eins-gegen-eins-Duelle zu geraten.“

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