Wolfgang Sidka erzählt, wie Ailton zu Werder kam Auf Empfehlung von Zagallo

Wolfgang Sidka hatte ganz erheblichen Anteil daran gehabt, dass die Bremer vor jetzt über 17 Jahren Ailton überhaupt kennenlernen durften.
07.09.2014, 00:00
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Auf Empfehlung von Zagallo
Von Marc Hagedorn

Wolfgang Sidka hat sich mitgefreut. Wolfgang Sidka hat es gefallen, wie die Zuschauer ihren Ailton gefeiert haben. Denn Wolfgang Sidka hatte ganz erheblichen Anteil daran gehabt, dass die Bremer vor jetzt über 17 Jahren Ailton überhaupt kennenlernen durften. Wolfgang Sidka, vom Sommer 1997 bis zum Spätherbst 1998 Trainer der Werder-Profis, war der erste Bremer Offizielle, der Ailton live Fußball spielen sah. Im Herbst 1997 war das.

Wolfgang Sidka erinnert sich: „Ich hatte mir vorgenommen, innerhalb von sechs Tagen acht Spieler in Brasilien zu beobachten.“ Begleitet wurde er dabei von einem gewissen Jürgen L. Born, den ihm der damalige Schatzmeister und spätere Marketingdirektor Manfred Müller als „Reiseführer“ empfohlen hatte.

Sidka: „Das erste Spiel auf meinem Plan war Guarani gegen Internacional. Bei Internacional spielte der aktuelle Torschützenkönig und bei Guarani Ailton.“ Schon nach der ersten Halbzeit stand für Sidka und Born fest: „Der Ailton, der ist es. Perfekt in der Ballan- und -mitnahme, wendig, mit einem unglaublichen linken Fuß ausgestattet.“ Also sprach Sidka bei Werders Entscheidern vor: „Den Ailton will ich haben, habe ich gesagt.“ 2,5 Millionen Dollar forderte Guarani laut Sidka, Werder wollte aber nur 2,2 Millionen zahlen. Wechsel geplatzt.

Sidka behielt Ailton aber im Auge. Ein paar Monate später, Ailton war nach Mexiko gewechselt und die WM 1998 in Frankreich stand an, weilte Mario Zagallo in Wiesbaden. Brasiliens Nationaltrainer war Gast im „Sportstudio“. Sidka: „Ich bin einfach hingefahren und habe Zagallo unsere Liste mit den Namen der acht Brasilianer hingelegt und um eine Empfehlung gebeten.“ Zagallos Finger tippte auf den Namen Ailton. Für die Zeit nach der WM, soll Zagallo gesagt haben, sei Ailton ein Mann für die Selecao. Der Rest ist Geschichte: Zwar spielte Ailton niemals in der brasilianischen Auswahl, dafür aber öffnete Werder diesmal das Portemonnaie und Bremen bekam einen künftigen Liebling.

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