„Ich bin noch nicht bei 100 Prozent“ Augustinsson froh über sein Comeback

Seine Rückkehr wurde bei Werder sehnsüchtig erwartet. Gegen Schalke spielte Ludwig Augustinsson nun sogar früher als erwartet. Das stabilisiert die linke Abwehrseite - mehr aber auch nicht.
Lesedauer: 2 Min
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Von Jean-Julien Beer

Marco Friedl war einer der Hauptdarsteller bei Werder in dieser Hinrunde. Gewinner der Vorbereitung (mangels anderer Abwehrspieler), dann als Linksverteidiger gesetzt und immer im Einsatz. Sein erstes Bundesligator machte er in Dortmund vor mehr als 80 000 Zuschauern, es war ein schönes und wichtiges Tor. Doch danach verlor der junge Österreicher zunehmend die Balance auf seiner Abwehrseite, die Gegner nutzten das gezielt aus und führten ihn geradezu vor.

Mangels Alternativen im Kader hatte Friedls Formverfall lange keine Konsequenzen, nun aber reagierte Florian Kohfeldt und setzte ihn gegen Schalke erstmals in dieser Saison auf die Bank. Ursprünglich sollte Ludwig Augustinsson noch nicht spielen, nach fast sechs Monaten Pause wegen einer Knie-Operation und nur zwei Wochen Mannschaftstraining schien das Risiko zu hoch. Dass der Trainer den Schweden doch brachte, sagt viel über den erhöhten Druck bei Werder aus.

„Er war konditionell voll da“

Immerhin: Werders linke Seite war dadurch wieder vernünftig besetzt. Kohfeldt lobend: „Augustinsson hat wirklich ein sehr ordentliches Comeback gegeben, um auch mal etwas Positives zu sagen. Es war keinerlei Abfall bei ihm zu sehen, wie erwartet war er konditionell voll da.“ Nach all der Schinderei in der Reha freut sich Augustinsson über seinen ersten Einsatz in dieser Saison: „Es war ein anstrengendes Spiel, dann auch noch gleich über 90 Minuten. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, aber das ist normal. Nach sechs Monaten wieder zu spielen, war aber ein gutes Gefühl. Ich hatte ein paar gute Aktionen, auch ein paar Fehler. Aber auch das ist normal nach so einer langen Pause.“

„Zu viele einfache Fehler“

Pech für ihn, dass er in einem Spiel sein Comeback gab, in dem Werder enttäuschte wie noch nie in dieser Saison. „Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht, Schalke hat zu einfache Tore machen können“, meint Augustinsson, „wir müssen bis Weihnachten ein paar Spiele gewinnen. Wir machen generell zu viele einfache Fehler, das ist enttäuschend, wir sind stärker, wir können das besser machen. Ich glaube weiter an die Mannschaft und an unseren Fußball.“

So sehr sein Comeback Werders linke Seite stabilisierte, so sehr wurde jedoch auch deutlich: Am Ende des Tages ist Augustinsson nur ein Außenverteidiger. Taktisch clever und zuverlässig – aber keiner, der Fußballspiele gewinnt. Sein Comeback ist wichtig, wird aber nicht für eine Wende in Bremer Krisenzeiten sorgen.

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