Besondere Rückkehr

Bargfrede soll Werder im Abstiegskampf helfen

Es war die Überraschung schlechthin: Völlig unerwartet stand Philipp Bargfrede bei Werders Auswärtsspiel in Dortmund im Kader. Zum Einsatz kam er zwar nicht, seine Nominierung könnte aber ein Fingerzeig sein.
19.04.2021, 09:42
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Von Daniel Cottäus
Bargfrede soll Werder im Abstiegskampf helfen

Stand überraschend gegen Dortmund im Kader: Werders Philipp Bargfrede.

Andreas Gumz

Zum Einsatz kam er nicht, und dennoch war sein Name großes Thema rund um Werders 1:4-Niederlage bei Borussia Dortmund – schließlich hatte Philipp Bargfrede an diesem 29. Spieltag ein mehr als nur überraschendes Comeback gefeiert. Nachdem sein Vertrag bei den Profis nach der vergangenen Saison nicht verlängert worden war, stand der inzwischen 32-Jährige in Dortmund plötzlich wieder im 20 Spieler umfassenden Bremer Kader – und soll dort vorerst auch bleiben, um der Mannschaft im Abstiegskampf zu helfen.

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„Wir hatten in dieser Woche ein sehr gutes und offenes Gespräch, in dem er mir gesagt hat: ‚Flo, ich bin bereit und kann helfen“, sagte Trainer Florian Kohfeldt über Bargfrede, der sich nach zunächst erfolgloser Suche nach einem neuen Verein im Herbst der Bremer U23 angeschlossen hatte. Die große Rückholaktion vor dem Gastspiel beim BVB erklärte Kohfeldt damit, dass er nach dem Ausfall von Ömer Toprak (fehlt mit einem Muskelfaserriss noch mehrere Wochen) neben Christian Groß noch einen weiteren Spieler im Aufgebot haben wollte, der sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Abwehrreihe zum Einsatz kommen kann, was an sich logisch klingt – aber trotzdem die Frage aufwirft: Und was ist mit Patrick Erras? Der 1,96 Meter große Sommer-Neuzugang aus Nürnberg wäre theoretisch auch infrage gekommen und ist fit, scheint in der internen Hierarchie aber noch weiter abgerutscht zu sein als ohnehin schon.

„Nein, es war keine Absage an Patrick Erras“, widersprach Kohfeldt – und erklärte: „Heute ging es nicht darum, lange Bälle wegzunehmen, sondern darum, Zwischenräume zu schließen und sich mutig aufzudrehen. Das sind Attribute, die auf Philipp am allermeisten zutreffen. Zumal er in einem ordentlichen körperlichen Zustand ist.“

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Deshalb soll der Ur-Bremer, der schon 205 Mal für Werder in der Bundesliga auf dem Platz stand, auch bei den Profis bleiben, mindestens während der kommenden beiden Spiele gegen Mainz 05 (Mittwoch) und Union Berlin (Samstag) wird er wieder dem Kader angehören. Und zumindest gegen Mainz stehen seine Einsatzchancen nicht schlecht, weil Christian Groß dann gelbgesperrt fehlen wird. „Es geht darum, dass Werder Bremen stabil in der Liga bleibt“, betonte Kohfeldt. Dass Bargfrede sich dafür zur Verfügung stellt, „schätzen wir alle sehr an ihm“.

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