Beim „Tag der Fans“ Baumann bittet um Geduld

Auch am „Tag der Fans“ wird sich in Sachen Transfers bei Werder nichts tun. Das bestätigte Sportchef Frank Baumann. Werder-Boss Klaus Filbry ließ allerdings durchblicken, dass zeitnah etwas passieren könnte.
04.08.2019, 10:01
Lesedauer: 2 Min
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Von (wkf)

Die Gelegenheit hätte besser kaum sein können. Tausende Werder-Fans waren am Sonnabendmittag zum „Tag der Fans“ ans Weserstadion gepilgert. Die Stimmung war gut – hätte Frank Baumann die sehnlichst erwarteten Neuzugänge verkündet, wäre sie zweifelsfrei noch besser gewesen. Doch der Sportchef musste die Anhänger vertrösten. „Heute wird nichts passieren, ich muss die Fans enttäuschen“, sagte Baumann zum Auftakt des Geschäftsführer-Talks. „Wir müssen Geduld haben, wenn man so hohe Ansprüche hat wie wir“, erklärte Werders Sportchef und gab sich betont entspannt: „Ich bin gelassen, weil ich überzeugt bin von den Spielern, die schon hier sind.“

Baumann verwies darauf, dass Werder durchaus in die Mannschaft investiert habe. Zum einen sei Niklas Füllkrug von Hannover 96 geholt worden. Zum anderen seien mit Maximilian und Johannes Eggestein wichtige Verträge verlängert worden. Auch das habe Geld gekostet. Nicht zuletzt sei Florian Kohfeldt, laut Baumann die „wichtigste Person im Verein“, bis 2023 gebunden worden. „Noch wichtiger ist Florians Versprechen, den Vertrag auch zu erfüllen“, sagte Baumann.

Nichtsdestotrotz gelte weiter, dass noch zwei bis drei Spieler kommen sollen. Das unterstrich auch noch einmal Werder-Boss Klaus Filbry, der den Fans der Grün-Weißen zudem Hoffnung auf zeitnahe Neuigkeiten machte. „Wir stehen kurz davor, in den nächsten ein bis zwei Wochen einen neuen Spieler zu präsentieren“, sagte der 52-Jährige. Finanzielle Unterstützung bei Transfers durch Sponsoren, wie einst bei Claudio Pizarro der Fall, schloss Filbry derweil aus.

Rashica Spieler der Saison

Da es keine neue Stars zu feiern gab, wurde die alten Helden bejubelt. Anlässlich des „Tag der Fans“ wurden die Pokalsieger von 1994 und 2009 auf die Bühne am Weserstadion gebeten. Zum 25-jährigen Jubiläum waren unter anderem Mario Basler, Wynton Rufer, Gunnar Sauer, Dieter Eilts, Marco Bode und Otto Rehhagel angereist. König Otto verkündete seine bis heute andauernde tiefe Verbundenheit zur Stadt: „Mein Herz ist immer noch in Bremen.“

Zum 10-jährigen Jubiläum des Pokalsiegs von 2009 waren unter anderem Per Mertesacker, Clemens Fritz, Markus Rosenberg, Jurica Vranjes und Daniel Jensen da. Die Kapitäne der jeweiligen Pokalsieger-Mannschaften, Mirko Votava und Frank Baumann, trugen den goldenen DFB-Pokal auf die Bühne.

Zwar keinen Pokal, aber doch immerhin einen kleinen Titel bekam Milot Rashica verliehen. Auf der Internetseite des Vereins waren die Fans aufgerufen worden, ihren Spieler der vergangenen Saison zu wählen. Ausgezeichnet wurde Rashica, der auf neun Tore und fünf Vorlagen kam. Vier Treffer und eine Vorlage im Pokal kamen noch hinzu. Rashica, Spitzname Rakete, wurde von Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald auf der Bühne geehrt. „Er ist durch die Decke gegangen“, sagte Hess-Grunewald. Der 23-Jährige ist Nachfolger von Jiri Pavlenka, der vorvergangenen Saison gewählt worden war.

Moisander vor Verlängerung

Ein deutlich positives Signal sendete Baumann erneut in Sachen Vertragsverlängerung mit Kapitän Niklas Moisander. „Wir sind im Gespräch mit ihm und seinen Beratern. Ich geh davon aus, dass wir sehr entspannt in den nächsten Wochen und Monaten auch Vollzug melden können“, sagte Werders Sportchef vor dem Testspiel gegen Everton bei „Sky“. Moisander, der zu Wochenbeginn von Florian Kohfeldt zum Kapitän für die neue Saison ernannt worden war, hat aktuell nur noch Vertrag bis Saisonende. Der Finne hatte aber bereits durchblicken lassen, dass er sich weitere Jahre bei Werder sehr gut vorstellen kann.

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