Warten auf die Wunsch-Transfers

Baumann lässt sich nicht hetzen

Werders Kader im Trainingslager bietet wenig Potenzial für Überraschungen. Mit Niclas Füllkrug gibt es nur einen einzigen echten Neuzugang. Baldiger Zuwachs ist laut Frank Baumann auch nicht zu erwarten.
05.07.2019, 09:19
Lesedauer: 2 Min
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Baumann lässt sich nicht hetzen
Von Malte Bürger
Baumann lässt sich nicht hetzen
nordphoto

Werders erster Tag im Trainingslager hatte ein wenig holprig begonnen. Die Anreise dauerte ein wenig länger als geplant und dann nahm der Bus auch noch die falsche Straße, um zum Hotel zu gelangen - eine unbekannte Baustelle versperrte den Weg. Trotzdem sagte Sportchef Frank Baumann wenig später schmunzelnd: „Es ist ein bisschen so, als würde man nach Hause kommen. Wir kennen alles - auch wenn wir uns kurz verfahren haben.“

Folglich dauerte es dann auch nicht allzu lang, ehe die Mannschaft auf Betriebstemperatur war. Am späten Nachmittag stand die erste Einheit an, es war eine Mischung aus lockerem Aufgalopp und erstem Vorgeschmack auf das, was da in den nächsten Tagen auf die Profis zukommen wird. Nur einer fehlte: Niclas Füllkrug. Und somit der einzig echte Neuzugang der Bremer.

Für Baumann geht es um Qualität

Eine Erklärung folgte direkt nach dem ersten Training. „Es ist nichts Wildes“, sagte Baumann. „Am Freitag beginnt der taktische Teil, da ist es wichtig, dass er dabei ist. Niclas wird wie viele andere Spieler auch individuell belastet.“ Das viele Sitzen bei der Anreise sei für Füllkrug daher nicht unbedingt die beste Voraussetzung gewesen, um gleich durchstarten zu können, so Baumann weiter.

Und doch brachte Füllkrugs Fehlen erneut die Frage nach baldigen Neuverpflichtungen auf. Taucht noch ein neues Gesicht im Zillertal auf oder passiert eher etwas in der Zeit danach? Frank Baumann vermied es erwartungsgemäß, sich auf einen genauen Zeitpunkt festzulegen. Stattdessen sagte er: "Wir versuchen natürlich, so schnell wie möglich Neuzugänge zu präsentieren, aber wir müssen Geduld haben und werden nicht die Nerven verlieren. Wir werden nur das machen, von dem wir wirklich überzeugt sind." Der Blick auf den Kalender spielt für den Sportchef eine eher untergeordnete Rolle. "Am Ende ist die Qualität des Spielers entscheidend und wie er in die Mannschaft hineinpasst - und nicht, ob er zwei, drei Tage früher kommt.“ Als dann ein Journalist nachfragte, ob die Wahrscheinlichkeit eines zeitnahen Transfers also eher bei zehn statt 90 Prozent liege, antwortete Baumann: "Das könnte man so herauslesen."

Kohfeldt wartet auf Wunschkandidaten

Ähnlich gelassen hatte am Morgen noch Trainer Florian Kohfeldt argumentiert. „Es ist jetzt genau die Phase, wo auch Fehler passieren, wenn man etwas macht, nur um etwas zu machen“, sagte der 36-Jährige am Bremer Flughafen. „Wir haben klare Wunschkandidaten für uns im Blick und die versuchen wir zu bekommen. Und wenn wir sie bekommen, dann werden wir besser werden.“

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