Doch kein Sechser mehr? Baumann spricht von Transferstopp

Die Werder-Verantwortlichen haben stets betont, dass noch ein Mittelfeldspieler geholt werden soll. Nun erklärte Sportchef Frank Baumann gegenüber Mein Werder, dass wohl keine Transfers mehr folgen.
01.08.2018, 12:28
Lesedauer: 2 Min
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Baumann spricht von Transferstopp
Von Christoph Sonnenberg

Es gab einige Transfers, mit denen Werder in diesem heißen Sommer für Aufsehen gesorgt hat. Davy Klaassen ragt mit 15 Millionen Euro Ablöse aus finanziellem Grund heraus, Claudio Pizarro durch seine vierte Rückkehr aus emotionalem. Stefanos Kapino, am Mittwoch verpflichteter Torwart Nummer 2, könnte als letzter Zugang ebenfalls eine besondere Rolle einnehmen.

„Wir haben einen guten Kader zusammen und keinen Zeitdruck. Es kann sein, dass nichts mehr passiert", sagt Frank Baumann gegenüber Mein Werder. Bisher hatte die sportliche Führung betont, noch einen defensiven Mittelfeldspieler zu verpflichten, nun rückt der Sportchef von diesem Plan ab. Die Transferaktivitäten könnten mit Kapino abgeschlossen sein.

Interner Ersatz für Bargfrede

Geholt werden sollte ein Ersatz für Philipp Bargfrede, der in den Plänen Florian Kohfeldts zwar als gesetzt gilt, aber eben auch als verletzungsanfällig. Komplett ausschließen will Baumann den Kauf eines Backups noch nicht: „Wir warten ab, was auf dem Markt ist und für uns finanziell machbar. Nur wenn es sinnvoll ist und vom Profil passt, machen wir noch etwas." Ob das klappt, scheint nun fraglich.

Wahrscheinlicher ist, dass nichts mehr passiert, und das aus drei Gründen. Zum einen hat Baumann in diesem Transfersommer die finanziellen Möglichkeiten ziemlich ausgereizt. Bei Klaassen hat der Sportchef mit 15 Millionen Euro Ablöse neue Maßstäbe gesetzt. Mit Claudio Pizarro kam ein Transfer hinzu, der sich erst infolge der Verletzung Aron Johannssons ergab, auch er hat das Konto belastet. Es ist schlicht nicht mehr so viel Geld vorhanden.

Möglichst wenig Unzufriedenheit im Kader

Der zweite Grund ist, dass sich im Laufe der Vorbereitung einige Spieler in den Vordergrund gespielt haben, von denen das nicht zwingend zu erwarten war. „Wir haben interne Möglichkeiten, es im Kader aufzufangen", sagt Baumann über den Ersatz Bargfredes. „Ole Käuper oder Manuel Mbom" nennt Baumann als Kandidaten. Aber Maximilian Eggestein könnte in diese Rolle schlüpfen.

Und dann gibt es noch einen Grund, der betrifft die grundsätzliche Zusammenstellung des Kaders. Dabei geht es auch um die Frage, wie viele Spieler im Kader den klare Anspruch haben, stets in der Startelf zu stehen. Und wie sie sich verhalten würden, wenn das nicht der Fall ist. „Es dürfen nicht zu viele davon im Kader stehen, sonst gibt es zu viele unzufriedene Spieler", sagt Baumann. Um erfolgreich zu sein, muss die Mischung des Kaders stimmen, sonst könnte die schlechte Stimmung unter einigen Spieler zur Belastung für alle werden.

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