Zwei Spiele, null Treffer Bei Werder-Stürmer Ducksch herrscht gegen Dresden bislang Ebbe

Gegen Werders nächsten Gegner Dresden hat Marvin Ducksch bislang das Runde nicht ins Eckige bringen können. Wie der Stürmer mit dieser Bilanz im Hinterkopf in die Partie am Sonntag geht.
05.03.2022, 18:16
Lesedauer: 2 Min
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Von Malte Bürger

Es ist eigentlich kaum zu glauben. Da trifft Marvin Ducksch in dieser Saison beinahe nach Belieben, nicht selten ist ein Tor schöner als das andere. Für seinen Geniestreich im Februar gegen Hansa Rostock wurde er nun gar für das "Tor des Monats" nominiert. Doch ausgerechnet gegen eine Mannschaft herrscht bislang Ebbe: Dynamo Dresden. Am Anfang der Saison, damals noch im Trikot von Hannover 96, ging der Angreifer bei einer 0:2-Niederlage am 3. Spieltag leer aus. Ein paar Wochen später reiste er dann mit Werder in den Osten des Landes – und erlebte bei einer 0:3-Pleite eine sogar noch größere Schmach.

„Ich weiß, dass es keine gute Bilanz war. Das habe ich natürlich im Hinterkopf“, sagte der 27-Jährige nun. Großartige Rachegelüste und den Wunsch nach Wiedergutmachung hegt er nach eigener Aussage aber trotzdem nicht. „Es geht mir nicht darum, dass ich noch eine offene Rechnung habe. Ich möchte einfach das Spiel gewinnen, weil wir auf einem sehr guten Weg sind und ich diesen Weg mit der Mannschaft weitergehen möchte.“

Den Endpunkt der Reise beschrieb Ducksch zwar nicht ausführlicher, doch der Kurs dürfte auch so klar sein: in Richtung 1. Bundesliga. Und dass Werder in dieser Phase der Saison überhaupt davon träumen darf und bis Freitagabend an der Tabellenspitze stand, hat zu einem ganz großen Teil eben auch mit der Klasse von Marvin Ducksch zu tun. Als er im Spätsommer seinen Dienst in Bremen antrat, gab es eine Zahl, die schnell die Runde machte: die 15. Diesen Wert hatte der Torjäger in jungen Jahren einmal genannt, als es um eine Zielvorgabe für seine ganz persönliche Ausbeute ging – und sich auch danach stets daran orientiert. So auch bei seinem Wechsel zu Werder.

Der jüngste Doppelpack im Nordderby gegen den Hamburger SV hat dafür gesorgt, dass er diese Marke bereits zehn Spieltage vor Schluss erreicht hat. Eine gute Gelegenheit also, um sich neue Ziele zu setzen – Platz eins in der Torschützenliste am Ende der Saison zum Beispiel. Marvin Ducksch ist allerdings nicht besonders scharf auf derartige Ansagen. „Ich setze mir kein neues Ziel. Warum auch?“, fragte er lapidar. „Ich bin froh, dass ich es jetzt erreicht habe, aber davon kann ich mir noch nichts kaufen. Ich habe da ein ganz anderes Ziel. Für mich ist wichtig, erfolgreich mit der Mannschaft zu sein. Wenn ich dabei mit Toren helfen kann, ist das gut. Wenn ich nicht treffe, wir aber trotzdem gewinnen, ist es genauso schön.“

Gegen Dynamo Dresden wird er alles dafür tun, damit eine der beiden Varianten in Erfüllung geht. Und auch wenn seine bisherigen Auftritte gegen die Sachsen in dieser Spielzeit nicht von Erfolg gekrönt waren, Ducksch kann auch anders. Dafür genügt ein Blick in die Vergangenheit. Vor den beiden Niederlagen im Jahr 2021 gab es für den Stürmer in vier Partien nämlich ausnahmslos Siege gegen den Traditionsverein aus dem Osten. Im Trikot von Holstein Kiel gelangen ihm dabei sogar drei Tore und eine Vorlage, für Hannover 96 traf er ein Mal und trat ein weiteres Mal als Vorlagengeber in Erscheinung. Aus der Dynamo-Ebbe kann also ganz schnell wieder eine Flut werden – für Werder im Idealfall schon am Sonntag. 

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