3:1 bei Angstgegner Augsburg Belfodil-Doppelpack lässt Werder jubeln

Die drei Punkte bedeuten den nächsten wichtigen Schritt im Abstiegskampf. Wieder mal hat Florian Kohfeldt das richtige Händchen: Für Rashica bringt er Belfodil, der per Doppelpack für den Sieg sorgt.
17.03.2018, 17:24
Lesedauer: 3 Min
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Belfodil-Doppelpack lässt Werder jubeln
Von Christoph Sonnenberg

Werder macht den nächsten großen Schritt aus dem Abstiegskampf. In Augsburg siegten die Bremer 3:1 (2:0) durch zwei Treffer von Ishak Belfodil und einem von Max Kruse. Mit nun 33 Punkten ist der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf acht Zähler angewachsen. Bleibt die Mannschaft fokussiert und konzentriert, sollte der Klassenerhalt schon bald perfekt gemacht werden. Der Auftritt in Augsburg macht dafür Mut.

Taktisch hatte Kohfeldt im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Köln nicht umgestellt, er blieb bei seinem 4-3-3-System. Personell hingegen schon: Sebastian Langkamp ersetzte in die Startelfden verletzten Milos Veljkovic als Innenverteidiger. Philipp Bargfrede stand für Zlatko Junuzovic auf dem Platz. Und Ishak Belfodil stürmte für Milot Rashica. Gegen Köln war Rashica überragender Spieler, da kam sein Bank-Platz etwas überraschend. Kohfeldts Begründung: "Ich wollte Milot nicht den Erwartungsdruck aufbürden, gleich wieder so eine Leistung bringen zu müssen." Eine Entscheidung, die schnell Konsequenzen hatte.

Werders Start in das Spiel war furios. Erst leitete Befodil mit feinem Pass auf Kruse die erste gute Szene ein. Dann scheiterte Eggestein von der Strafraumkante an Augburgs Torwart Hitz. Da waren erst knapp 60 Sekunden gespielt. Der dritte Torschuss saß dann. Nach Flankenwechsel von Kainz versetzte Belfodil Hinteregger und setzten den Ball mit einem gezielten Flachschuss zum 1:0 ins Netz (5. Minute). Sein zweites Saisontor. Und die Entscheidung, auf Belfodil zu setzen, hatte sich schnell ausgezahlt.

Belfodil erzielt dritten Saisontreffer

Und Werder machte weiter Druck und spielte so überlegen, dass es nach 15 Minuten erste Pfiffe im Stadion gab - gegen die Heimmannschaft. Kruse kam nach Zuspiel von Eggestein zur nächsten Chance, sein Schuss war zu unplatziert (17.). Das erste Lebenszeichen der Augsburger gab es erst nach knapp 27 Minuten. Caiuby legte per Kopf auf Gregoritsch ab, dessen Schuss flog knapp über das Bremer Tor. Nach 39 Minuten der nächste Fernschuss-Versuch durch Max, ebenfalls über das Tor.

Besser machte es mal wieder Belfodil. Kruse bediente ihn im Strafraum, den ersten Schuss parierte Hitz noch, den Abpraller bugsierte Belfodil mit dem rechten Knie ins Tor (40.) - Saisontreffer Nummer drei. Kurz vor der Halbzeit, ein guter Zeitpunkt, um die Führung auszubauen.

Nach dem Wechsel spielten die Augsburger mit mehr Druck, ohne dass dabei zunächst zwingende Chancen herauskamen. Für den ersten Aufreger sorgte Werder. Ein abgefälschter Schuss Eggesteins landet an der Latte (57.). Für das erste Tor sorgte dann aber Augsburg. Nach Max-Flanke traf Khedira per Kopf zum 1:2 (63.). Belfodil stand seltsam regungslos daneben.

Kruse sorgt für die Entscheidung

Kurz darauf kam Junuzovic für Delaney (64.), und der bereitete fast den nächsten Treffer vor. Aber seine Flanke setzte Gebre Selassie per Kopf an die Latte (66.). Das Spiel war nun völlig offen, mit Chancen auf beiden Seiten. Zunächst scheiterte Max an Pavlenka (72.). Dann hatte erst Kruse die Entscheidung auf dem Fuß, schoss aber zu unplatziert. Eggestein setzte einen Schlenzer neben das Tor (74.). Und kurz darauf verpasste auch noch Belfodil die Gelegenheit, das 3:1 zu erzielen.

Am Ende war es Kruse, der für die Entscheidung sorgte. Eine Flanke Gebre Selassies legte Belfodil auf Kruse ab, der von der Strafraumkante den Ball in den linken oberen Winkel zirkelte (82.). Weitere Chancen, noch höher zu gewinnen, ließ Werder leichtfertig liegen.

Fazit: Kohfeldts Fähigkeit, auf die richtigen Spieler zu setzen, ist ein entscheidender Faktor. Gegen Köln stellte er Rashica in die Startelf, der dankte es ihm mit seinem ersten Saisontreffer. In Augsburg durfte Belfodil für Rashica ran und rechtfertigte die Entscheidung mit zwei Treffern. Langkamp ersetzte den verletzten Veljkovic mit einem soliden Auftritt.

Beeindruckend war die Art und Weise, in der Werder Augsburg geschlagen hat. Mit viel Angriffswucht, taktisch klug eingestellt und sehr konzentriert - die drei Punkte waren jeder Hinsicht verdient. Werders Tendenz ist eindeutig positiv: 18 Punkte hat die Mannschaft in diesem Jahr gesammelt. Legen die Bremer in diesem Tempo nach, ist der Klassenerhalt bald gesichert.

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