Werders Pokal-Bilanz gegen Leverkusen

Besser geht's nicht

Sechs Duelle, sechs Siege. Die Pokal-Statistik spricht vor dem Aufeinandertreffen mit Bayer Leverkusen eindeutig für Werder. Diese Serie will Coach Florian Kohfeldt am Dienstagabend fortführen.
05.02.2018, 17:04
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Besser geht's nicht
Von Christoph Sonnenberg
Besser geht's nicht

Sicherten sich gegen Leverkusen den Pokal-Sieg im Jahr 2009: Diego und Werder Bremen.

nordphoto

Es gibt Dinge im Leben, die funktionieren, und niemand weiß, warum. Im Fußball, genauer im Pokalwettbewerb, lässt sich das von der Begegnung Werder gegen Bayer Leverkusen sagen. Zumindest aus Bremer Sicht. Sechs Mal standen beide Klubs einander gegenüber, sechs Mal hieß Werder am Ende der Sieger. Eine makellose Bilanz, besser geht's nicht.

Warum das so ist? Das kann natürlich niemand erklären, Fußball ist ja keine mathematische Gleichung. Entsprechend gibt es keine Formel, anhand der Werder eine erfolgreiche Strategie für die siebte Pokalpartie am Dienstagabend (Anfiff um 20.45 Uhr) errechnen kann. Eine glorreiche Vergangenheit ist nichts wert, Florian Kohfeldt misst ihr entsprechend wenig Beachtung bei. „Einschüchtern wird es Leverkusen nicht“, sagt Kohfeldt. Beim letzten Sieg Anfang Februar 2016, ebenfalls ein Viertelfinale, saß er als Co-Trainer auf der Bank. Auch davon wird er seinen Spielern nichts erzählen. Denn: „Es ist zwei Jahre her, es sind andere Spieler, ein anderer Trainer. Die Situation ist nicht vergleichbar, deshalb beziehen wir uns nicht darauf.“

Die maximale Ausbeute im Fokus

Einen Wert hat die 100-Prozent-Bilanz gegen Leverkusen für Kohfeldt dann doch. Sie belegt, dass der Pokal für Werder seine eigenen Gesetze hat. Dass Klub und Wettbewerb irgendwie zusammengehören. Das, sagte Kohfeldt, wolle er seien Spielern noch mal in Ruhe erklären. „Wir beziehen uns darauf, ein Verein zu sein, der eine gewisse Pokaltradition hat. Es ist ein Wettbewerb, der eine sehr große Bedeutung für uns hat und wir das Maximum erreichen wollen. Gerade den neuen Spielern werden wir das erzählen.“ Sechs Mal hat Werder das bisher geschafft und den Pokal gewonnen.

Der letzte Bremer Pokalsieg gelang – Achtung – gegen Leverkusen. 2009 war das, Mesut Özil erzielte im Berliner Olympiastadion das goldene Tor. Die Aufstellung treibt jedem Werder-Fan Tränen in die Augen, deshalb sei an dieser Stelle nur daran erinnert, dass es das letzte Spiel von Diego war. Und natürlich von Frank Baumann, damals Kapitän, der seine Karriere mit einem Pokalsieg beendete. „Schön“ seien die Erinnerungen daran, sagte Baumann am Montag gewohnt nüchtern. Auch er betonte, dass sich an der Ausgangslage für die Partie des laufenden Wettbewerbs durch die erfolgreiche Vergangenheit nichts ändere.

Zu einem Pokalsieg hat ein Erfolg gegen Leverkusen nur ein einziges Mal geführt, das erwähnte Finale 2009. 1976/77 war für Werder im Achtelfinale gegen Uerdingen (0:2) Schluss. 1988/89 führte der Weg über Leverkusen ins Finale, dort gab es aber ein 1:4 gegen Dortmund. 1996/97 marschierte Werder bis ins Achtelfinale, dort stoppte der FC Bayern die Bremer und siegt in München mit 3:1. 2004/05 war erst im Halbfinale Schluss, denkbar knapp mit 4:5 nach Elfmeterschießen auf Schalke. Vor zwei Jahren, mit Kohfeldt als Co-Trainer auf der Bank, scheiterte Werder erneut im Halbfinale, mit 0:2 in München. Und in diesem Jahr?

Hier geht es zur Abstimmung zum Spiel:

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