Kohfeldt vor Stuttgart-Spiel

„Bin genau so optimistisch wie gegen Hannover“

Der nächste Heimspieltag, der nächste Aufsteiger: Werder empfängt am Sonnabend (15.30 Uhr) den VfB Stuttgart. Florian Kohfeldt hat gute Erinnerungen an den Gegner und will die Fans erneut überzeugen.
30.11.2017, 13:06
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Von Cedric Voigt

Wenn Werder am Sonnabend gegen den VfB Stuttgart wieder um Bundesliga-Punkte kämpft, dürfte eine Atmosphäre herrschen, die vor wenigen Wochen noch weit entfernt schien: Der letzte Auftritt im heimischen Weserstadion vor zwei Wochen gegen Hannover 96 endete in einem berauschenden 4:0. Jetzt geht es gegen den nächsten Aufsteiger – und Werder, immer noch satte neun Punkte hinter den Stuttgartern, ist womöglich sogar der Favorit.

„Ich habe großen Optimismus, dass wir das Spiel gewinnen werden“, kündigte auch Florian Kohfeldt am Donnerstagmittag während der Pressekonferenz vor der Partie an. Präziser: „Ich bin genau so optimistisch wie gegen Hannover.“ Damals hatte Kohfeldt noch prophetisch davon gesprochen, dass Werder nicht nur gewinnen wolle, sondern auch werde. Ein weiteres Mal als Hellseher betätigen wollte Kohfeldt sich dann allerdings nicht – wichtig seien ohnehin nicht die Prognosen für einzelne Spiele, sondern das große Ganze, der Klassenerhalt. Ein Sieg gegen Stuttgart wäre ein wichtiger Schritt dahin, am 14. Spieltag möchte Kohfeldt die Bedeutung der Partie aber auch nicht überbewerten. „Ich weigere mich, von einem Finalspiel zu sprechen“, erklärte Werders Coach.

Vielleicht aber könnte die Partie gegen Stuttgart auf eine andere Weise wichtig werden. Kohfeldt hat gute Erinnerungen an die Schwaben. 2016 feierte Werder gegen die Stuttgarter ein fulminantes 6:2 im Weserstadion, das den Endspurt zum Klassenerhalt einleiten sollte. Kohfeldt war damals noch Co-Trainer von Viktor Skripnik. Das habe „leider mit dem Spiel am Samstag nicht mehr viel zu tun“, meinte Kohfeldt – betonte aber auch, wie das Publikum im Weserstadion „Dinge in einen Fluss bringen kann, die am Ende nicht mehr aufzuhalten sind“.

Auch am Sonnabend wird die Fan-Unterstützung groß sein. Karten gibt es keine mehr, die Plätze, die bei 41.500 angekündigten Zuschauern frei bleiben, finden sich allesamt im Gästeblock. Für diesen Support sei er „immens dankbar“, betonte Kohfeldt. Auch gegen Leipzig sei es „extrem beeindruckend“ gewesen, „wenn da rauskommt – und da stehen 5500 Werder-Fans.“ Die Fan-Unterstützung sei ein enorm großes Privileg, aber keine Selbstverständlichkeit: „Wir müssen uns das durch Leistung wieder und wieder verdienen.“ Zuletzt klappte das ganz gut, gegen Stuttgart soll der Trend zum engagierten Offensivfußball bestätigt und mit dem nächsten Heimerfolg verknüpft werden. Im Idealfall in bester Osterdeich-Atmosphäre: „Das ist ein Faktor, wenn das Weserstadion komplett da ist. Erst ist es nur die Ostkurve – dann das ganze Stadion.“

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