Werder Bremen mistet den Kader aus Blumen statt Verträge für Werder-Trio

Bremen. Werder Bremens neuer Kader nimmt immer klarere Konturen an: Markus Rosenberg, Mikael Silvestre und Lennart Thy spielen in den Planungen der Grün-Weißen keine Rolle mehr. Ein anderer Routinier darf hingegen bleiben.
03.05.2012, 12:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Werder Bremens neuer Kader nimmt immer klarere Konturen an: Markus Rosenberg, Mikael Silvestre und Lennart Thy spielen in den Planungen der Grün-Weißen keine Rolle mehr. Ein anderer Routinier darf hingegen bleiben.

Werder-Boss Klaus Allofs bestätigte am Donnerstag, dass Rosenberg, Silvestre und Thy keine neuen Verträge mehr bekommen. Alle drei werden Werder ablösefrei verlassen.

Wenig überraschend kommt der Abschied von Silvestre (34). Der routinierte Franzose war vor zwei Jahren an die Weser gekommen, war aber nicht die erhoffte Verstärkung. "Es war sicher keine Erfolgsgeschichte", bilanziert auch Allofs: "Mikael hat sich hier immer völlig korrekt verhalten, aber es gibt hier keine sportliche Perspektive mehr für ihn." In der laufenden Saison kam Silvestre nur zu einem Kurz-Einsatz

Schon überraschender ist da die Personalie Rosenberg (29), mit zehn Saisontoren immerhin Werder Bremens zweitbester Torschütze. Beim Schweden, seit 2007 im Klub, sei die Entscheidung "nicht so leicht" gewesen, sagt Allofs. Aber man habe sich entschieden, "im Sturm etwas Neues" machen zu wollen.

Das betrifft auch Lennart Thy (20). Allofs hätte mit dem Talent gerne verlängert und ihn dann an einen anderen Verein ausgeliehen. "Aber Lennart will einen komplett anderen Weg gehen", so der Werder-Boss. "Er hat sein Talent immer mal aufgezeigt, es aber nicht vollends durchgebracht", sagt Trainer Thomas Schaaf über das Talent, das zu Beginn der Saison in Werders Startelf stand: "Es ist okay, wenn er jetzt einen neuen Weg für sich sucht".

Die Werder-Fans hätten sich einen Verbleib der beiden Angreifer gewünscht, wie Umfragen von WESER-KURIER Online zeigen. Darin sprachen sich 81 Prozent der fast 4000 Teilnehmer dafür aus, Talent Thy an den Klub zu binden und ihn dann eventuell auszuleihen. Bei Rosenberg wünschten sich 66 Prozent (gut 2700 Teilnehmer) einen Verbleib.

Christian Vander wird hingegen als dritter Torwart im Verein bleiben. Er soll nach Ende seiner aktiven Karriere auch ins Torwarttraining integriert werden. Es wird aber noch ein weiterer Schlussmann als Ersatz für den nach Hoffenheim abgewanderten Tim Wieseverpflichtet werden, verspricht Allofs.

Rosenberg, Silvestre und Thy werden gemeinsam mit Tim Borowski, Marko Marin und Wiese am Sonnabend vor dem letzten Heimspiel der Saison (15.30 Uhr gegen Schalke 04) ofiziell verabschiedet werden. Bei Claudio Pizarro und Sebastian Boenisch, deren Verträge ebenfalls auslaufen, sei die Entscheidung noch offen. Mit Boenisch habe es Gespräche gegeben, sagt Allofs. In Sachen Pizarro wartet Werder weiter auf Rückmeldung, was das Vertragsangebot angeht. Beide werden vor dem Schalke-Spiel nicht mit Blumen verabschiedet.

In Sachen Neuzugängen gibt es noch keine Vollzugsmeldungen. Zwar hat Allofs vielen Namen auf der Liste, preisgeben will er die aber nicht. "Wir sind da auf dem richtigen Weg", sagt Allofs, der zudem darauf verweist, dass der Werder-Kader für die kommende Saison bereits über 20 Profis beinhaltet. "Wir wollen uns so verstärken, dass wir die Qualität erhöhen", sagt Allofs, der zuversichtlich ist, im Sommer ein Werder-Team zu präsentieren, dass "konkurrenzfähig und mit Perspektive" ist.

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