Werder Bremen Bremer Selbstkritik statt Schiedsrichter-Schelte

Augsburg. Ein möglicher Elfmeter für Werder Bremen hat in der Nachspielzeit die Gemüter beim 1:1 in Augsburg erhitzt. Doch ist Claudio Pizarro wirklich elfmeterreif gefoult worden? Die Werder-Verantwortlichen halten sich mit Vorwürfen vornehm zurück.
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Augsburg. Es war die zweite - und damit letzte - Minute der Nachspielzeit, 1:1 war der Spielstand zwischen dem aufopferungsvoll kämpfenden FC Augsburg und dem wütend anrennenden Werder Bremen. Nach einer Flanke ging Claudio Pizarro, bedrängt von Augsburgs Sebastian Langkamp, im gegnerischen Strafraum zu Boden.

Elfmeter, protestierten der Peruaner und die übrigen Grün-Weißen vehement - doch ließ Schiedsrichter Knut Kircher weiterspielen. Selbst mehrfache TV-Zeitlupen lösen die Szene nicht völlig auf, einen Kontakt zwischen Langkamp und Pizarro hat es definitiv gegeben. Aber reicht das für einen Elfmeter?

Selbst der Gefoulte wollte das anschließend nicht mit einem klaren "Ja" beantworten. "Ich gehe zu Boden, weil er mich trifft", sagt Pizarro, der daraus aber keinen klaren Elfmeter schlussfolgert und sich mit Vorwürfen zurückhält: "Das ist für den Schiedsrichter schwierig zu entscheiden."

Auch Klaus Allofs zeigte sich nach Ansicht der Fernsehbilder unbeeindruckt und wollte keine Diskussion aufkommen lassen. "Wir müssen hier keinen Elfmeter kriegen, um das Spiel zu gewinnen", sagt der Werder-Sportdirektor. Seine Mannschaft habe es versäumt, eine der zahlreichen Chancen aus dem Spiel heraus zu nutzen, da könne man nicht mit einem Strafstoß in der Schlusssekunde planen.

Ähnlich reagierte Thomas Schaaf auf die strittige Szene. Der Werder-Trainer wollte das mögliche Foul von Langkamp inhaltlich nicht kommentieren und hielt die Entscheidung von Referee Kircher für nicht entscheidend. Auch er trauerte noch den vergeben Großchancen von Claudio Pizarro und Markus Rosenberg nach. Mit der Selbstkritik hatte Werder offenkundig genug zu tun - für mögliche Schiedsrichter-Schelte blieb da keine Zeit mehr. (bb)

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