25 Jahre feste Rückennummern in Deutschland Auch hier ist Pizarro weit vorne

Mit Jürgen Klinsmann und seiner „18“ beim FC Bayern fing alles an: 1995 wurden in der Bundesliga die festen Rückennummern eingeführt. In der Statistik sorgt auch Werder Bremen für Besonderheiten.
17.08.2020, 15:42
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Auch hier ist Pizarro weit vorne
Von Jean-Julien Beer

In der vergangenen Saison war noch einmal das Trikot von Claudio Pizarro der Renner bei Werder Bremen. Auch Neuzugang Johan Mina hatte bei seinem Kurzbesuch in Deutschland erstaunt wahrgenommen, dass gefühlt „jeder zweite Fan“ in Bremen das Trikot der südamerikanischen Torjägerlegende trug.

Zum 25-jährigen Jubiläum der festen Rückennummern in der Bundesliga widmete sich nun das Fachmagazin „Kicker“ diesem Thema, das übrigens erst durch Jürgen Klinsmann in Deutschland zu einer großen Nummer wurde. Als der damalige Superstar vor der Saison 1995/96 von Tottenham zum FC Bayern wechselte, hatten die Münchner Macher natürlich registriert, dass der englische Verein mit dem Verkauf von Klinsmann-Trikots in den Jahren zuvor mehrere Millionen verdient hatte.

Das Problem mit dem „N“

Diesem Beispiel wollten die Bayern folgen und gaben Klinsmann die Nummer 18 – mit seinem Namen als Schriftzug. Anders als Tottenham bestellten die Bayern auch genügend „N“ für die Beflockung, den Engländern war dieser Buchstabe wegen des Klinsmann-Hypes (drei „N“) nämlich zwischenzeitlich ausgegangen, weshalb viele Wochen keine Trikots verkauft werden konnten. Seither gibt es auch in Deutschlands Bundesliga feste Rückennummern für Spieler, die bei der Startelf nun nicht mehr von 1 bis 11 lauten mussten.

In diesen 25 Jahren stellte der Bremer Claudio Pizarro – natürlich – einen Rekord auf. Kein Spieler trug mehr Rückennummern als Profi bei einem Verein als der Peruaner an der Weser. Für Werder lief Pizarro mit den Trikot-Nummern 10, 24, 14 und 4 auf.

Harnik und Selke mit einer Nummer

In der vergangenen Saison gab es noch eine Besonderheit: Werder gehörte zu den wenigen Klubs, die eine Rückennummer zweimal vergaben – nämlich die 9. Zunächst konnten sich die Werder-Fans diese Nummer mit dem Namen Harnik verzieren lassen, im Winter übernahm Selke dieses Trikot.

Übrigens: Obwohl inzwischen auch Zahlen im höheren zweistelligen Bereich üblich sind (Philipp Bargfrede trug zum Beispiel zuletzt die 44), sind die Trikotnummern 1 bis 11 immer noch die elf häufigsten in der Startelf, nur in anderer Reihenfolge. Laut „Kicker“ trugen in den letzten 25 Jahren 10372 Profis die Nummer 1 in der Startelf, das ist unerreicht. Es folgen die 10 (wurde 7767-mal getragen) und die 5 (mit 7711 Spielern). Auf Platz zehn und elf rangieren die Trikotnummer 9 (mit 6194 Startelfeinsätzen) sowie die Nummer 2 (mit 6056 Einsätzen). Die erste höhere Zahl außerhalb von 1 bis 11 ist die 17, sie rangiert auf Platz zwölf mit 5681 Startelfeinsätzen.

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