Wie bei Kohfeldt kein Trainerwechsel Warum Werder jetzt Kölns Vorbild ist

Im aufgeregten Köln werden die Rufe nach einem Trainerwechsel lauter, obwohl Markus Gisdol in Bremen einen wichtigen Punkt holte. Jetzt wehrt sich Manager Horst Heldt mit guten „Bremer“ Argumenten...
08.11.2020, 13:09
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Warum Werder jetzt Kölns Vorbild ist
Von Jean-Julien Beer

Manager Horst Heldt hat das Festhalten des 1. FC Köln an Trainer Markus Gisdol trotz 17 Ligaspielen ohne Sieg energisch verteidigt und dabei Werder Bremen als neues Vorbild bezeichnet. „Wir sind über den Status der kurzfristigen Betrachtung längst hinaus“, sagte Heldt in der Fernsehsendung „Doppelpass“ bei Sport1: „Wir müssen aufgrund der besonderen Herausforderungen dieser Zeit leider Gottes ein Stück weiterdenken. Es besteht eine existenzielle Bedrohung, es geht um das Überleben das Clubs. Deshalb muss das Ziel sein, mit wenig Geld dauerhaft in der Liga zu bleiben.“ Für Gisdol spreche unter anderem, „dass wir in diesen Zeiten zum Beispiel mehr Jugendspieler einbauen müssen. Und dafür brauchst du einen Trainer, der gerne mit jungen Spielern arbeitet und sie nach vorne bringt“.

Heldt verweist in der Trainerfrage auf die Geschehnisse bei Werder Bremen. „Letzte Saison haben viele gefragt: Wann schmeißt Bremen endlich Florian Kohfeldt raus?“, erinnert der Kölne Manager und sagt: „Am Ende haben sie es in Bremen geschafft, und nun hatten sie einen guten Start. Wieso sollten wir das nicht auch durchleben? Wieso muss ich mich rechtfertigen, ob Gisdol der richtige Trainer ist? Ich sage: Er ist der richtige Trainer, weil er einen guten Job macht.“

Seine persönlich enge Bindung zu Gisdol spiele dabei keine Rolle, versicherte der Sportchef. „Wenn ich sicher wäre, dass es falsch wäre, an ihm festzuhalten, würde ich die Entscheidung morgen treffen“, sagte der 50-Jährige: „Emotionale Begleiterscheinungen kann ich mir in meinem Job nicht erlauben. Und ich habe in der Historie auch nicht dafür gestanden, keine Entscheidungen zu treffen.“

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