Nicht nur bei Werder war wenig Geld im Umlauf

So erlebte Baumann den Transfermarkt

Dass man bis in den Oktober hinein Spieler kaufen kann, war ungewöhnlich und der Coronakrise geschuldet. Verändert hat dieses Zeitfenster aber nicht viel, meint Werders Manager. Es gab ein anderes Novum...
08.10.2020, 12:58
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
So erlebte Baumann den Transfermarkt
Von Jean-Julien Beer
So erlebte Baumann den Transfermarkt

Rekorde waren auf dem Transfermarkt diesmal nicht zu erwarten, sagt Werders Sportchef Frank Baumann.

nordphoto /Kokenge

Anfangs wusste keiner einzuschätzen, wie diese veränderte Transferperiode in Corona-Zeiten werden würde. Statt wie sonst üblich Ende Juli schloss der Spielermarkt in der Bundesliga diesmal erst am 5. Oktober. „Es hat sich dadurch aber nicht groß was verändert“, meint Werders Sportchef Frank Baumann, „es gab zwar sechs Wochen mehr Zeit, aber der Saisonstart wurde ja auch sechs Wochen nach hinten verlegt. Wir hatten auch sonst immer ein, zwei oder drei Bundesligaspieltage vor dem Transferende. Insofern war das jetzt ähnlich.“

Veränderungen habe es aber beim Umgang mit dem Geld gegeben, das unter den Vereinen zirkuliert. „In den vergangenen Jahren haben wir sehr, sehr viel Geld auf dem Transfermarkt im Umlauf gehabt, zu viele Klubs haben zu viel Geld gehabt und hatten keinen Druck, Spieler zu verkaufen“, merkt Baumann an, „deshalb sind die Spieler dann auch nur sehr teuer verkauft worden.“ Und durch solche sehr teuren Wechsel seien dann immer mehrere Folgetransfers entstanden. „Auch durch diesen Effekt“, erklärt Baumann, „war in den vergangenen Jahren immer sehr viel Geld im Umlauf.“

Diesmal aber schlug sich die Corona-Krise im europäischen Vereinsfußball deutlich nieder, das merkten auch die Bremer: „Dieses Jahr war es so, dass es sehr wenige Klubs mit sehr viel Geld gab – dafür aber sehr viele Klubs, die Geld brauchten und erst einmal Spieler verkaufen und die Gehälter reduzieren mussten.“ Mit Blick auf die Bundesliga und die europäischen Ligen sei es deshalb zu erwarten gewesen, „dass das Volumen an sich geringer ausfallen würde“.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+