Stopp der Bundesliga Hess-Grunewald hält Mäurers Vorstoß für "nicht zielführend"

Bremens Innensenator Mäurer hat am Freitag dafür plädiert, die Bundesligen zu unterbrechen. Werder-Präsident Hess-Grunewald hält das für keine gute Idee.
26.11.2021, 20:05
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Von Daniel Cottäus

Geht es nach Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), sollte der Profi-Fußball in Deutschland angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen die laufende Saison so schnell wie möglich auf Eis legen. "Es ist höchste Zeit, dass die Deutsche Fußball Liga den Spielbetrieb unterbricht", forderte der 70-Jährige am Freitag in einer Mitteilung. Es ist ein Vorstoß, der beim SV Werder Bremen auf wenig Gegenliebe stößt.

„Wir haben die Forderungen des Bremer Innensenators zur Kenntnis genommen. Wir sehen auch, dass die Infektionszahlen steigen. Wir halten den Vorschlag allerdings für nicht zielführend", erklärte Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald auf Nachfrage unserer Deichstube. Werder bevorzugt stattdessen "Maßnahmen, die dazu beitragen, größtmöglichen Infektionsschutz zu bieten". Hess-Grunewald weiter: "Aus diesem Verantwortungsbewusstsein heraus haben wir einer Zuschauer-Reduzierung für unser Spiel gegen Aue bereits zugestimmt." Der Impuls zu diesen Überlegungen sei von Mäurer an den Verein herangetragen worden. 

Während der Partie am Freitag, 3. Dezember, wird die zuletzt gestattete maximale Auslastung des Weserstadions um 25 Prozent auf höchstens 31.600 Zuschauer zurückgefahren. Zudem erhalten Fans aus Regionen mit erhöhten Inzidenzwerten keinen Zugang. Aktuell sind das die Bundesländer Sachsen (in dem die Stadt Aue liegt), Thüringen und Bayern - heißt: Stand heute wird das Spiel wohl weitestgehend ohne Gästefans stattfinden.

Hess-Grunewald ist davon überzeugt, dass diese sowie die bereits bestehenden Maßnahmen ausreichen, um einen sicheren Stadionbesuch gewährleisten zu können. "Die Beibehaltung der 2G-Regel oder die Erweiterung auf eine 2G-plus-Regel tragen genauso wie Maskenpflicht in verschiedenen Bereichen des Stadions dazu bei, Spiele mit Zuschauern weiterhin zu ermöglichen." Zudem gebe es bislang "keine Anhaltspunkte dafür, dass es bei Spielen im Stadion zu einem erhöhten Risiko für Zuschauer:innen kommt.“

Klar ist: Eine von Mäurer angestrebte Unterbrechung der Saison oder auch nur die Rückkehr von Geisterspielen würde Werder Bremen finanziell hart treffen. Geschäftsführer Klaus Filbry hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, dass es in einem solchen Fall schnell wieder in eine Richtung gehen könnte, die existenzbedrohend für den Verein sei. 

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