Werder gewinnt Test gegen St. Pauli mit 1:0

Rashica zeigt seine Klasse

Dass Milot Rashica eine besondere Schusstechnik hat, macht ihn für Spitzenklubs wie RB Leipzig so interessant. Auch beim Testspiel-Sieg gegen den FC St. Pauli zeigte der Angreifer seine Qualität im Abschluss.
29.08.2020, 19:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Jean-Julien Beer und Christoph Bähr

Nach dem 4:0 gegen den FC Groningen trat Werder am Abend in Lohne noch in einem zweiten Testspiel gegen den Zweitligisten FC St. Pauli an, mit einer völlig neuen Aufstellung. Weil Stefanos Kapino noch angeschlagen ist, stand dabei Eduardo dos Santos Haesler im Tor - und zeigte beim Bremer 1:0-Sieg eine starke Leistung. Die Augen der Beobachter richteten sich aber eher in den anderen Strafraum, denn Trainer Florian Kohfeldt wollte sehen, ob die beiden Mittelstürmer Niclas Füllkrug und Davie Selke auf diesem Niveau harmonieren, also auch miteinander agieren können. Nach einer halben Stunde Spielzeit probierte es Selke mit einer Flanke von rechts auf Füllkrug, der Ball geriet aber zu hoch. Ansonsten war im Zusammenspiel gegen den sehr defensiven Gegner aber noch Luft nach oben.

Ebenfalls von Beginn an auf dem Platz stand der von RB Leipzig umworbene Milot Rashica. Über dessen immer noch hängenden Wechsel zum Champions-League-Klub sagte Werder-Manager Frank Baumann vor Beginn des Testspiels: „Es ist aktuell so, dass beide Clubs für sich ein Limit gesetzt haben, und diese Limits, diese Grenzen, überschneiden sich aktuell einfach nicht. Wenn sich keiner bewegt, wird der Transfer nicht zustande kommen. Dann muss der Spieler sehen, ob und wohin er wechselt. Wenn er sich anderen Club vorstellen kann, geht die Verhandlungsrunde von Neuem los.“

Schrecksekunde für Rashica

Auf dem Feld machte Rashica auf jeden Fall schöne Werbung für sich und hämmerte den Ball nach 43 Minuten mit einem fiesen Flatterball aus 20 Metern zum 1:0 ins Tor. Eine Schrecksekunde gab es jedoch nach der Pause: Nach 47 Minuten prallte Rashica mit einem Gegenspieler heftig zusammen, da blieb ihm und jedem Zuschauer kurz die Luft weg. Nach einer leidvollen Minute konnte Rashica aber weiterspielen.

Weitere Personalien dieses Testspiels: Der am Knie verletzte Vizekapitän Davie Klaassen wurde im Mittelfeld vom jungen Ilia Gruev ersetzt, der nach 25 Minuten fast das 1:0 erzielt hätte, aber äußerst knapp am Torhüter scheiterte. In der zentralen Abwehr begann der in diesem Sommer lange angeschlagene Kapitän Niklas Moisander, an der Seite von Vorjahres-Entdeckung Christian Groß.

Wie schon gegen Groningen (4:0) blieb Werder auch in diesem Testspiel ohne Gegentreffer, was als sehr erfreulich verbucht werden darf. Das nächste und gleichzeitig letzte Testspiel dieser Vorbereitung vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal in Jena findet am kommenden Sonnabend in Bremen gegen den Zweitligisten Hannover 96 statt.

Sie spielte Werder gegen St. Pauli:

dos Santos Haesler - Gebre Selassie, Moisander (46. Nawrocki), Groß, Agu - Gruev (78. Straudi), M. Eggestein – Osako, Rashica (67. Dinkci) - Füllkrug (67. Schmid), Selke

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