Werder nach dem 1:1 in der Einzelkritik

Drei Spieler verdienen sich in München die Note 1

Es war über weite Strecken die beste Leistung von Werder in dieser Saison. Und das in allen Mannschaftsteilen. Das zeigt sich auch in unserer Einzelkritik.
21.11.2020, 18:13
Lesedauer: 2 Min
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Von wkw
Drei Spieler verdienen sich in München die Note 1

Werder-Jubel: Torschütze Maxi Eggestein bedankt sich bei Vorbereiter Josh Sargent, links freut sich Kevin Möhwald.

nordphoto

Pavlenka (Note 2)

Hätte wohl selbst nicht damit gerechnet, solch eine ruhige erste Hälfte zu verleben. Löste die wenigen Aufgaben vor der Pause souverän. Nach dem Seitenwechsel mit starker Parade gegen Coman (53.) und sicher bei hohen Bällen.

Groß (Note 2)

Rückte vom Mittelfeld zurück in die Dreierkette. Spielte dort auch gegen die Bayern gewohnt unaufgeregt und zuverlässig.

Toprak (Note 1)

War in der Abwehrzentrale als Organisator und Ausputzer gefordert. Löste die Aufgabe sehr gut, hatte oft noch einen Fuß dazwischen oder klärte per Kopf. So wird er zum Abwehrchef.

Friedl (Note 1)

Klärte früh gewagt, aber gekonnt am eigenen Fünfmeterraum (5.). Auch danach sehr selbstbewusst, bekam es oft mit Lewandowski zu tun und war dabei stets wachsam.

Gebre Selassie (Note 3)

Machte seine rechte Seite zumeist ordentlich zu, kämpfte vorbildlich, konnte Coman beim 1:1 nicht mehr entscheidend stören.

Eggestein (Note 1)

Sehr präsent im Mittelfeld, robust in den Zweikämpfen, mit gutem Passspiel und eiskalt vor dem Tor bei seinem Treffer zum 1:0.

Möhwald (bis 72./Note 3)

Der erste Startelfeinsatz nach langer Verletzungspause gegen die Bayern, es gibt wahrlich einfachere Aufgaben. Brachte anfangs zweimal in aussichtsreicher Position den letzten Pass nicht zum Mitspieler. Einige Ballverluste wären zudem fast gefährlich geworden. Überzeugte aber kämpferisch und biss sich in die Partie.

Mbom (ab 72.)

nicht zu benoten

Augustinsson (Note 3)

Stand nach seiner Verletzung direkt wieder in der Startelf, wurde auf seiner linken Seite enorm gefordert und oft unter Druck gesetzt. Das führte manchmal zu Fehlern. Eine Leistung mit viel Licht, aber auch etwas Schatten.

Bittencourt (bis 66./Note 3)

Der Einsatz stimmte wie immer. Setzte Alaba so sehr unter Druck, dass dieser einen Eckball verursachte (19.). Machte jedoch zu wenig aus einer guten Rashica-Hereingabe (24.) und leistete sich mehrere kleine Unsauberkeiten.

Agu (ab 66./Note 3)

Gab nach überstandener Corona-Infektion sein Bundesliga-Debüt. Fügte sich gut ein, spielte einen starken Pass auf Sargent.

Rashica (bis 90.+1/Note 2)

Wurde bei Kontermöglichkeiten immer wieder gesucht und präsentierte sich deutlich verbessert. Seine Schnelligkeit war für die Bayern ein Problem. Bereitete die Doppelchance mit einer schönen Flanke vor (16.) und bediente auch Bittencourt mustergültig (24.). Zögerte direkt nach der Pause einen Tick zu lange, hätte sonst das 2:0 erzielen können. Tauchte dann etwas ab.

Chong (ab 90.+1)

nicht zu benoten

Sargent (Note 2)

Hatte einen schweren Stand als einzige Spitze, verzettelte sich anfangs einige Male. Wie er dann das 1:0 vorbereitete, indem er sich clever gegen Martinez durchsetzte, war überragend. Arbeitete wieder ungemein viel für die Mannschaft und hätte zweimal fast noch das 2:1 erzielt (83./87.).

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