Werder besiegt den Linzer ASK im Test mit 4:1

Traumstart in beide Halbzeiten

Auch im fernen Zillertal erklang das Bremer Nebelhorn, um Werder-Tore zu feiern. Und das erfreulich oft. Gegen den Linzer ASK gewann Werder das erste Testspiel des Trainingslagers am Mittwochabend mit 4:1.
20.08.2020, 09:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Jean-Julien Beer und Christoph Sonnenberg
Traumstart in beide Halbzeiten

Herzhaftes Knuddeln: Johannes Eggestein feiert mit Werder-Stürmer Davie Selke dessen Tor zum 1:0.

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Die wichtigste Erkenntnis des Spiels verkündete Florian Kohfeldt als erstes: „Alle sind gesund geblieben, das hat mir am besten gefallen.„ Aber auch neben der Tatsache, dass sie niemand verletze, gab es einiges, was dem Trainer am 4:1 (2:0) gegen den Linzer ASK gefallen hat. „In beiden Halbzeiten habe ich sehr gute Momente gesehen. Das Hauptziel war, Spielkontrolle zu haben, selber zu bestimmen, was passiert. Das haben wir sehr ordentlich hinbekommen.“

Trotz des intensiven Trainings in den vergangenen Tagen im Zillertal erwischte Werder gegen den Linzer ASK einen Traumstart. Schon nach vier Minuten ging Kohfeldts Mannschaft in Führung: Leo Bittencourt schlug von rechts eine tolle Flanke ins Sturmzentrum, wo Davie Selke den Ball gegen die Laufrichtung des Torhüters einköpfte.

Am zweiten Bremer Treffer war Neuzugang Tahith Chong beteiligt, der bei seinem Debüt im Werder-Trikot auf der rechten Außenbahn wirbelte. Selke war bei einem Konter im richtigen Moment gestartet und passte den Ball in die Mitte zu Chong, der sah weiter links den freistehenden Johannes Eggestein. Der Rest war Formsache: In bester Mittelstürmer-Art schob Eggestein den Ball zum 2:0 ins Tor (16. Minute). „Tahith hat das sehr ordentlich gemacht„, sagte Kohfeldt. „Sein Abschluss ist gut, trotzdem hat er einen Blick für den Nebenmann. Das ist eine große Qualität für einen Offensivspieler.“

Viele Wechsel in der Halbzeit

Die einzige gefährliche Aktion des LASK im ersten Durchgang entschärfte Werders Torhüter Jiri Pavlenka in der 34. Minute, als er einen Raguz-Schuss nicht passieren ließ. Neben Chong, der nach einem feinen Dribbling beinahe noch selbst ein Tor erzielt hätte, standen auch die Werder-Neuzugänge Felix Agu, Manuel Mbom und Patrick Erras in der Startelf.

Wie geplant wechselte Kohfeldt nach der Halbzeitpause sein Team fast komplett durch. Und wieder gab es früh Grund zum Jubeln: Niclas Füllkrug tankte sich links im Strafraum durch und passte den Ball in die Mitte auf Josh Sargent, der den Ball zum 3:0 im Tor versenkte (46. Minute).

Doch ohne Gegentor blieb Werder nicht. Der Grund war ein Foulspiel von Marco Friedl im Strafraum. LASK-Stürmer Raguz nutze die Gelegenheit und verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:3-Anschlusstreffer (56.). Erfreulich hingegen: Neuzugang Romano Schmid zeigte im zweiten Durchgang, dass seine Eckbälle Werders Standards in der Offensive deutlich beleben könnten.

Osako sorgte für den Endstand

Pech hatte Füllkrug in der 64. Minute, als sein Kopfball nach einer Freistoßhereingabe von Ludwig Augustinsson von der linken Seite nur an die Latte klatschte. Auf der anderen Seite zeigte Werders Ersatztorhüter Stefanos Kapino seine Klasse, als er einen harten Flachschuss von Karamoko zur Ecke klärte. Nach einem Konter traf Yuya Oasko quasi im Gegenzug zum 4:1 für Werder (77. Minute).

„Es war intensiv, es war genauso, wie wir es wollten. Das hat gepasst„, zog der Trainer ein positives Fazit. „Ich bin zufrieden für den Stand der Vorbereitung, ohne es überzubewerten. Wir haben nullkommanull Grund, in Euphorie zu verfallen.“

Nicht im Einsatz waren Werder-Kapitän Niklas Moisander (Faserriss) sowie Kevin Möhwald (Trainingsrückstand) und Milot Rashica (Adduktorenprobleme und Wechselabsichten); alle drei Spieler verfolgten die Partie aber am Spielfeldrand, ebenso wie 500 Fans im Zillertal, die erstmals seit der Coronapause wieder bei einem Werder-Spiel dabei sein konnten. Im nächsten Test am kommenden Montag (13 Uhr) trifft Werder im Zillertal auf Austria Lustenau.

So spielte Werder in der ersten Halbzeit:

Pavlenka - Mbom, Toprak, Friedl, Agu - Erras - Bittencourt, Klaassen - Chong, Selke, J. Eggestein

So spielte Werder in der zweiten Halbzeit:

Kapino - Gebre Selassie, Toprak (57. Rieckmann), Friedl (64. Veljkovic), Augustinsson - M. Eggestein - Schmid, Woltemade - Sargent, Osako, Füllkrug

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