Zurückgeblättert: 13. Juni 1994

„Chancen für Werder fast schon auf dem Nullpunkt“

Seit 1963 spielt Werder in der Bundesliga, mehr als fünf Jahrzehnte, in denen sich im Fußball, bei Werder und in der Berichterstattung viel verändert hat. Mein Werder zeigt die Originaltexte und Zeitungsseiten.
11.06.2019, 09:15
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Von (mw)
„Chancen für Werder fast schon auf dem Nullpunkt“
Weser-Kurier Archiv

Am 13. Juni 1994 schrieb der WESER-KURIER:

Für die B-Jugend des SV Werder Bremen wird die erste Hauptrunde um die deutsche Meisterschaft wohl die letzte sein. Denn glatt mit 0:4 unterlagen die jungen Werder-Kicker Bayer 04 Leverkusen schon auf eigenem Platz und können sich für das Rückspiel kaum eine Chance ausrechnen. Es war nicht gerade die hohe Fußballschule, die die Werderaner gegen Bayer 04 Leverkusen vor 200 Zuschauern zu bieten hatte. Zu viele individuelle Fehler der Bremer — vor allem im Abwehrbereich — verhalfen den Leverkusenern immer wieder gut guten Chancen, die sie auch nutzten.

Nach einem Freistoß aus 20 Metern von Marasa in der 22. Minute boten sich gleich drei frei vor dem Werdertor stehende Leverkusener an, und Gawol hatte keine Mühe, per Kopfball den Ball ungehindert im Werdertor unterzubringen. Es dauerte keine weiteren sechs Minuten, und es hieß 2:0 für Leverkusen. Nach der Pause konnte Werder den Gästen n15 Minuten lang paroli bieten und hatten dabei sogar einige Chancen, selbst zum Torerfolg zu kommen. Doch danach zog der alte Schlendrian wieder ein. Als sich der ansonsten gute Werder-Keeper Kwiecinski und sein Abwehrspieler Wittenberg im eigenen Strafraum nicht einig waren, nutzte Kalkus in der 63. Minute die Gunst der Stunde zum 3:0 für Leverkusen.

Knapp zwei Minuten später versuchte der Werderaner Schreiter, für seinen schon geschlagenen Torwart einen Ball des Leverkusenrs Langner noch vor der Torauslinie ins Aus zu befördern. Doch der Versuch war vergebens. Jetzt können die Leverkusener gelassen dem Rückspiel entgegensehen. Während Leverkusens Trainer Hörster mit seiner Mannschaft zufrieden war, haderte Werders Trainer Torsten Bolder mit seiner Mannschaft, in der nur Torwart Kwiecinski und Penshorn ihr Soll erfüllten.

Das hochauflösende PDF der originalen Zeitungsseite von damals gibt es hier (bei iOS den Link länger und fester gedrückt halten).

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