Personal Zwischen Werder und Darmstadt gibt es viele Querverbindungen

Markus Anfang und Torsten Frings sind zwei prominentere Beispiele von Sportlern, die bei Werder Bremen als auch beim SV Darmstadt waren. Aber es gibt noch mehr Verbindungen.
16.03.2022, 15:22
Lesedauer: 2 Min
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Von dco

Direkte Duelle zwischen den beiden Vereinen gab es bisher erst zwölf – das erste davon im November 1978, das bis dato jüngste im Oktober 2021. Und so betrachtet, lässt sich Werder Bremen und Darmstadt 98 vor dem 13. Aufeinandertreffen am Samstagabend keine allzu große gemeinsame Historie andichten. Zu oft und lange sind sich die Klubs dafür im Laufe der Jahre aus dem Weg gegangen, waren sportlich in verschiedenen Ligen aktiv – was allerdings nichts daran geändert hat, dass zwischen Bremen und Darmstadt in der jüngeren Vergangenheit erstaunlich viele personelle Querverbinden entstanden sind. Eine Übersicht.

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Zunächst ist da natürlich Markus Anfang, der wohl prominenteste Fall, der für Werder zum Reinfall werden sollte. Im Sommer 2021 verpflichteten die Bremer den Darmstädter Trainer, den die „Lilien“ gerne gehalten hätten, was für einige negative Zwischentöne rund um den Transfer sorgte. Das Ende der Geschichte ist hinlänglich bekannt: Nachdem rausgekommen war, dass Anfang dem Bremer Gesundheitsamt ein gefälschtes Impfzertifikat vorgelegt hatte, trat er im November 2021 als Werder-Trainer zurück. Mit ihm ging auch sein Co-Trainer Florian Junge, der sich des gleichen Vergehens schuldig gemacht hatte und gemeinsam mit Anfang aus Darmstadt nach Bremen gekommen war. In Analyst Tom Cichon hatte der Coach noch einen zweiten engen Vertrauten von den „Lilien“ mit in den Norden gebracht. Cichon ist bis heute bei Werder beschäftigt.

Auch auf der Darmstädter Bank saß mal ein Mann, der in Bremen bestens bekannt ist: Torsten Frings. Nachdem für den Ex-Profi, der 449 Pflichtspiele für Grün-Weiß bestritten hat, im Herbst 2016 Schluss als Co-Trainer bei Werder war, heuerte er drei Monate später als „Lilien“-Chefcoach an. Im Dezember 2017 wurde Frings entlassen.

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Geht es um die Spieler, die in den vergangenen Jahren sowohl für Werder als auch Darmstadt aktiv waren (oder es für einen der beiden Klubs noch sind), ließe sich aus ihnen fast ein komplettes Team formen – nur ein Torhüter fehlt auf der Liste. Aktuell spielen in Nicolai Rapp und Lars Lukas Mai zwei Profis für Werder, die eine Darmstädter Vergangenheit haben. Hinzu kommt Benjamin Goller, der noch bis 2023 bei Werder unter Vertrag steht, derzeit an den Karlsruher SC ausgeliehen ist und zuvor von den Bremern in Darmstadt geparkt worden war.

Dieses Modell – Spieler an die „Lilien“ leihweise abzugeben – hatte Werder schon deutlich vor Goller für sich entdeckt. Mit Luca Caldirola (2015) sowie Leon Guwara und Laszlo Kleinheisler (beide 2016) war der Klub ebenfalls so verfahren. Auf der anderen Seite gab es in Jerome Gondorf (2017) nur einen direkten Transfer von Darmstadt nach Bremen – zumindest ganz offiziell. Rapp und Mai hatten vor ihrem Wechsel zu Werder zwar auch für die Hessen gespielt, waren von ihren Stammvereinen Union Berlin (Rapp) und Bayern München (Mai) aber nur dorthin ausgeliehen gewesen, weshalb Werder die Geschäfte mit diesen Klubs eintütete.

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Die Ex-Profis Peter Niemeyer und Sandro Wagner waren während ihrer Karrieren jeweils erst für Werder und später für Darmstadt aktiv. Bei beiden lag die Station Hertha BSC dazwischen.

Bleiben in Leon Balogun, Julian von Haacke und Johannes Wurtz noch drei ehemalige Werder-Talente, die einst den Weg nach Darmstadt fanden, inzwischen aber längst weitergezogen sind. Anders als Tobias Kempe (von 2006 bis 2010 bei Werder) und Frank Ronstadt (2018 bis 2019), die einst für die Bremer  U 23 spielten und heute dem Darmstädter Kader angehören, der am Samstag im Weserstadion antritt.

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