Warum Sturmtalent Barrow in Bremen ist

Das Wunderkind im Schnellimbiss

Große Aufregung im Internet: Musa Barrow, Sturmtalent von Atalanta Bergamo, postete ein Bild aus einem Schnellimbiss in Bremen. Wechselt der 20-Jährige etwa zu Werder? Was Barrows Berater dazu sagt.
04.07.2019, 16:07
Lesedauer: 2 Min
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Das Wunderkind im Schnellimbiss
Von Christoph Bähr
Das Wunderkind im Schnellimbiss
imago images

Eine leere Pommestüte auf dem Tisch, daneben Burgerpapier und ein Trinkbecher mit Strohhalm - Musa Barrow hat es ganz offensichtlich geschmeckt. Bei Instagram teilte der Stürmer des italienischen Topklubs Atalanta Bergamo am Mittwoch offensiv seine Ernährungssünden während der Sommerpause. Für Aufsehen im Netz sorgte das Bild des 20-Jährigen aber nicht wegen das Fast Foods, sondern weil er Burger und Pommes in einem Schnellrestaurant nahe dem Bremer Hauptbahnhof genoss. Was macht ein 20-jähriges Supertalent aus Gambia in der Hansestadt? Natürlich liegt da die Vermutung nahe, dass sein Bremen-Trip etwas mit Werder zu tun hat.

Wechselt der Stürmer also an die Weser? Barrows Berater Luigi Sorrentino muss lachen, als ihm diese Frage gestellt wird. „Nein, er macht in Bremen nur Urlaub. Er besucht dort einen Freund“, sagt Sorrentino dem WESER-KURIER. Ein Wechsel zu Werder sei kein Thema.


Dabei hätte die Personalie durchaus gepasst. Werder hat zwar mit Niclas Füllkrug bereits einen neuen Stürmer verpflichtet, doch nach dem Abgang von Kapitän Max Kruse soll möglichst noch ein weiterer Offensivspieler dazu kommen. Barrow hat laut transfermarkt.de einen Marktwert von fünf Millionen Euro und einen Vertrag bis 2023 bei Atalanta Bergamo. Wie jüngst in italienischen Medien zu lesen war, will der künftige Champions-League-Teilnehmer Barrow nicht verkaufen, aber durchaus verleihen, um ihm mehr Spielpraxis zu verschaffen. Der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt wurden etwa als mögliche Ziele gehandelt.

Barrow kam bei Atalanta Bergamo bislang nicht über die Jokerrolle hinaus. Er absolvierte in der vergangenen Saison 21 Spiele in der Serie A und erzielte dabei einen Treffer. Der 20-Jährige hat also noch Entwicklungspotenzial, deutete seine Qualität aber bereits in der Europa-League-Qualifikation an, wo er in sechs Partien vier Tore schoss. Barrow gilt als großes Versprechen für die Zukunft. In Zeitungsartikeln über ihn taucht immer wieder der Begriff „Wunderkind“ auf. Europäische Topklubs wie Tottenham, Chelsea, Inter oder Borussia Dortmund wurden in der Vergangenheit schon mit Barrow in Kontakt gebracht.

Wohin der Weg der gambischen Sturmhoffnung führt, bleibt erst einmal offen. Manch ein Werder-Fan wird derzeit schon ungeduldig, weil die Zugänge ausbleiben. Über eine Ausleihe von Musa Barrow hätten sich viele Bremer Anhänger zweifellos gefreut. Daraus wird aber wohl nichts, wenn man Barrows Berater glauben kann.

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