Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 1:1 Das Zittern ist beendet

Bremen. Werder Bremen ist der Bundesliga-Klassenerhalt auch rechnerisch jetzt nicht mehr zu nehmen. Die Grün-Weißen trennten sich von Eintracht Frankfurt unentschieden, zudem verloren die Konkurrenten im Abstiegskampf.
11.05.2013, 17:20
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Das Zittern ist beendet
Von Daniel Stöckel

Bremen. Werder Bremen ist der Bundesliga-Klassenerhalt auch rechnerisch jetzt nicht mehr zu nehmen. Die Grün-Weißen trennten sich von Eintracht Frankfurt unentschieden, zudem verloren die Konkurrenten im Abstiegskampf.

Werder-Trainer Thomas Schaaf setzte gegen die Hessen auf die Startformation, die auch beim Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen Hoffenheim auf dem Platz stand. Zlatko Junuzovic kehrte in den Kader der Grün-Weißen zurück, saß aber zunächst auf der Ersatzbank. Die Gäste mussten neben dem weiterhin verletzten Torhüter Kevin Trapp auch Torjäger Alexander Meier und Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler ersetzen.

Werder sofort engagiert

Werder übernahm von Beginn an die Spielkontrolle und suchte direkt den Weg zum Tor. Schon in der 2. Minute wurde ein Fernschuss von Clemens Fritz zur Ecke geklärt, nur Sekunden später zielte Aaron Hunt knapp am Frankfurter Tor vorbei und Nils Petersens Kopfball landete auf dem Tornetz. (4.).

Werder blieb in den Zweikämpfen engagiert. Zusätzlich versuchte es der sehr aktive Kevin de Bruyne immer wieder von der rechten Seite mit Flanken in die Mitte. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gäste besser in die Begegnung, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erarbeiten. Unterdessen kam Werder zwar zu mehreren Eckbällen, Hunt schoss allerdings über das Tor (14.).

De Bruyne trifft zur Führung

Acht Minuten später jubelten die Werder-Fans im ausverkauften Weserstadion dann aber über die 1:0-Führung der Grün-Weißen. Im Mittelfeld setzte sich Philipp Bargfrede im Zweikampf durch und leitete den Ball klasse weiter zu Kevin de Bruyne, der plötzlich auf der halblinken Seite aufgetaucht war und Oka Nikolov mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance ließ. Es war der achte Saisontreffer des belgischen Nationalspielers.

Die Eintracht blieb zwar häufiger als Werder im Ballbesitz, bis zur Halbzeitpause erlebte Werder-Keeper Sebastian Mielitz aber einen ruhigen Nachmittag. Die besten Torchancen vor der Pause: Marco Russ setzte eine Hereingabe von Bastian Oczipka über das Tor, im Gegenzug verpasste de Bruyne einen Pass von der linken Seite von Petersen.

Bargfrede im nächsten Spiel gesperrt

Eine überflüssige Szene leistete sich Bargfrede fünf Minuten vor der Pause, der nach einer Schwalbe zu Recht die Gelbe Karte sah. Damit ist für den 24-Jährigen die Saison beendet; es war die fünfte Verwarnung für den Mittelfeldspieler.

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Personell unverändert schickten beide Trainer ihre Mannschaften zurück auf das Spielfeld. Gerade mal sechs Minuten dauerte es anschließend, bis die Gäste zum Ausgleich kamen. Karim Matmour setzte sich in abseitsverdächtiger Position gegen zwei Werderaner durch und brachte den Ball zu Srdjan Lakic, der aus kurzer Distanz zum 1:1 vollendete (51.).

Werder war zunächst verunsichert, Schaaf reagierte und wechselte Zlatko Junuzovic für Felix Kroos ein (63.). Nur wenige Sekunden später vergab Nils Petersen die große Chance zur erneuten Bremer Führung.

Zitterspiel für Werder

Es blieb ein Zitterspiel für die Grün-Weißen. In der 72. Minute jubelten die Gäste sogar über das 2:1 aus Frankfurter Sicht, aber das Schiedsrichter-Gespann um Manuel Gräfe (Berlin) entschied beim Kopfball von Lakic richtigerweise auf Abseits.

Da Christian Aigner (78.) einen Schritt zu spät kam und sich de Bruyne (86.) einen technischen Fehler leistete, blieb es nach neunzig Minuten beim 1:1-Unentschieden im Weserstadion.

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Zudem kam Werder zugute, dass Hoffenheim gegen Hamburg verlor, Düsseldorf dem 1. FC Nürnberg unterlag und Bayern gegen Augsburg gewann. So hatte das Bremer Zittern nach neunzig Minuten endlich ein Ende und die Grün-Weißen können einen Spieltag vor Ende der Spielzeit den Klassenerhalt feiern.

"Ich freue mich riesig, vor allem über die hohe Identifikation mit den Fans", sagte Schaaf nach dem Abpfiff. "Das Spiel war intensiv, nach dem Ausgleich war Werder psychologisch im Nachteil, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt", so Frankfurts Coach Armin Veh.

"Die Fans sind grandios"

"Wir sind froh dass wir das über die Bühne gekriegt haben. Auch wenn die anderen für uns gespielt haben", sagte Werders Sportchef Thomas Eichin: "Die Fans sind grandios, sie haben den Spielern Rückhalt gegeben, der den Spieler viel Selbstvertrauen gegeben hat. Heute ist ein Tag, da reden wir nicht über die Trainerfrage. Wir haben drei Spielzeiten erlebt, die nicht so toll gelaufen sind, da werden wir uns sicher zusammensetzen und alles analysieren", so Eichin.

Zum Saisonabschluss muss Werder dann noch mal auswärts antreten. Am kommenden Sonnabend sind die Grün-Weißen beim 1. FC Nürnberg zu Gast. Auch von dieser Begegnung berichten wir im Liveticker und Liveblog.

Mehr zum Werder-Spiel gegen Frankfurt lesen Sie im KURIER AM SONNTAG.

Die Spielstatistik:

Werder Bremen: Mielitz - Fritz, Prödl, Sokratis, Ignjovski - Bargfrede, Kroos (62. Junuzovic) - de Bruyne, Hunt, Yildirim (82. Akpala) - Petersen

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Rode, Russ - Aigner (88. Celozzi), Inui (83. Djakpa), Matmour (86. Stendera) - Lakic

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin) - Zuschauer: 42 100 (ausverkauft)

Tore: 1:0 de Bruyne (22.), 1:1 Lakic (51.) Gelbe Karten: Bargfrede (5) / Rode (7)

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