Über den Abstieg mit Werder

Selke: Wenn man so etwas miterlebt, ist nie alles richtig gelaufen

Der Abstieg mit Werder Bremen habe ihn hart getroffen, erzählte Davie Selke im Trainingslager von Hertha BSC. Im Hertha-Team will der 26-Jährige jetzt neu durchstarten.
27.07.2021, 15:21
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Von Daniel Cottäus
Selke: Wenn man so etwas miterlebt, ist nie alles richtig gelaufen

Davie Selke.

nordphoto GmbH / Engler

Es ist eine Szene, die vielen Fans des SV Werder Bremen wohl noch sehr lange im Kopf herumspuken wird: Davie Selke und die verpasste Großchance am letzten Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach. Zur Erinnerung: In der 19. Minute schob der Stürmer den Ball nicht etwa ins leere Tor, sondern schoss Gladbachs Keeper Yann Sommer an, es blieb beim 0:1-Rückstand, der Rest ist bekannt.

Nun wäre es natürlich unfair und falsch, den Bremer Abstieg allein an Selke festzumachen, aber dennoch hatte die beschriebene Szene sinnbildlichen Charakter für dessen eineinhalb Jahre als Leihspieler in Bremen, die sehr unglücklich verlaufen waren. Nach seiner Rückkehr zu Bundesligist Hertha BSC ist der Angreifer wieder deutlich besser drauf: In bisher fünf Vorbereitungsspielen traf Selke acht Mal. Nun hofft er darauf, gestärkt aus dem Abstieg mit Werder hervorgegangen zu sein.

"Wenn man so etwas miterlebt, ist nie alles richtig gelaufen", sagte der 26-Jährige unlängst im Trainingslager der Hertha in Leogang (Österreich) während einer Medienrunde. Er sei eben ein Typ, der nicht verlieren könne, "egal, ob beim Uno oder beim Tischtennis". Entsprechend hart habe ihn dementsprechend der Abstieg getroffen: "Ich brauchte Zeit für mich, wollte mit niemandem reden. Nicht an Fußball denken, das hat mir sehr gutgetan." Als sich der Stürmer dann doch wieder mit seinem Beruf beschäftigte, wurde ihm schnell klar, "dass ich nachlegen muss, was Fitness und Kondition angeht. Das habe ich getan, und ich glaube, das sollte man auch sehen.“ 

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Seine Ziele für den zweiten Anlauf bei der Hertha beschreibt Selke so: "Ich möchte präsent und auffällig sein." Während der Saison-Vorbereitung gelingt ihm das bisher auf beachtliche Art und Weise, was sich an seiner Trefferquote ablesen lässt. Selke meint es offenbar ernst. Für die Hertha ließ er sogar freiwillig eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio sausen. "Wenn Werder dringeblieben wäre, wäre es ein Thema gewesen. So aber war schnell klar, dass ich nicht hinfahre. Für meine Karriere war es wichtig, hier schnell anzukommen, alles kennenzulernen, die Abläufe mitzubekommen."

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