Die Top-Facts zum Dortmund-Spiel

Der Jubilar und die Elfmeter

Werder und der BVB haben mit Problemen in der Defensive zu kämpfen – aber während sich die Gastgeber auf ihren Kapitän nicht nur vom Punkt verlassen können, fehlt auf der Gegenseite der große Werder-Schreck.
04.05.2019, 17:06
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Von Stefan Rommel
Der Jubilar und die Elfmeter
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Dortmund ist noch knapp vorn:

108 Pflichtspiele haben beide Mannschaften bisher gegeneinander bestritten und der BVB hat mit 47 Siegen gegenüber den 44 Erfolgen von Werder hauchdünn die Nase vorn. In der Bundesliga ist es sogar noch etwas knapper: 43 Dortmunder Siegen stehen 41 von Werder gegenüber (bei 17 Remis). Dortmund zog dabei aber erst in den letzten Jahren an Werder vorbei. Immerhin: Das letzte Aufeinandertreffen entschied Wdrder für sich, der Triumph im DFB-Pokal im Westfalenstadion dürfte allen Bremer Fans noch in bester Erinnerung sein.

Positiv und negativ:

Bremen gewann nur gegen Schalke (43) mehr Bundesligaspiele als gegen Dortmund (41, wie auch gegen Bochum und Frankfurt). Werder verlor aber auch nur gegen die Bayern (55 mal) häufiger als gegen den BVB (43 mal).

Keine gute Phase gegen Dortmund:

Dortmund gewann zwölf der letzten 15 Bundesligaduelle gegen Bremen (ein Remis, zwei Niederlagen). Umgekehrt hat Werder nur eines der letzten acht Spiele in der Liga gegen den BVB gewonnen. Im Dezember 2017 siegte Bremen 2:1 in Dortmund. Es war Florian Kohfeldts erster Auswärtssieg und gleichzeitig das letzte Spiel von Peter Bosz auf der BVB-Bank. Der Niederländer wurde wenige Stunden später entlassen.

Festung Weserstadion:

Gegen kein anderes Team feierte Werder so viele Bundesliga-Heimsiege wie gegen Borussia Dortmund (31), bei nur acht Niederlagen. Dazu ist Bremen seit acht Heimspielen ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis) und neben Bayern München (elf Heimspiele) der einzige Bundesligist, dem das gelang. Die letzte Heimniederlage kassierte Werder Anfang Dezember gegen eben jene Bayern (1:2).

Geht noch was im Titelrennen?

Die Bayern werden wenige Stunden vor dem Spiel im Weserstadion vorlegen und gegen Hannover 96 aller Voraussicht nach ihren Vorsprung im Meisterschaftskampf auf den BVB ausbauen. Läuft alles wie erwartet, dürfte sich der Rekordmeister den nächsten Titel kaum noch nehmen lassen und damit eine Statistik Lügen strafen. In 38 der bislang 55 Bundesliga-Saisons wurde der Herbstmeister am Saisonende auch Meister. Der BVB hatte dabei bisher auch eine blütenweise Weste: Drei Herbstmeisterschaften (1994, 1995 und 2010) folgten dann im Mai auch die entsprechenden Titel. In dieser Saison sieht es allerdings etwas anders aus...

Der Werder-Schreck fehlt:

Marco Reus traf gegen keinen Klub öfter als gegen Werder, insgesamt 13 Mal hat Dortmunds Kapitän schon genetzt. Da trifft es sich ganz gut, dass Reus wegen einer Rot-Sperre am Samstag im Weserstadion fehlen wird.

Dortmunder neue Standardschwäche:

In der Hinserie war so einiges besser beim BVB, unter anderem auch das Verteidigen gegnerischer Standards. Nur fünf Gegentore nach einem Strafstoß, Freistoß, Eckball oder Einwurf waren ein starker Wert. In der Rückrunde hat sich die Zahl der Gegentreffer nach diesen Situationen nun fast schon verdoppelt. Neun Tore kassierte der BVB in der Rückserie schon nach einem Standard.

Die Null steht nicht mehr:

Werder ist der einzige Bundesligist, der an den letzten zehn Spieltagen ohne Weiße Weste blieb. Letztmals ohne Gegentreffer spielte Bremen am 10. Februar beim 4:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg.

Sehr homogene Teams:

Bremen kommt auf 14 verschiedene Torschützen in dieser Saison, was ein ziemlich hoher Wert ist. Getoppt wird Kohfeldts Mannschaft dabei aber noch vom Gegner: Dortmund hat mittlerweile schon 18 verschiedene Torschützen. Damit hat der BVB seinen vereinsinternen Rekord von bisher 17 verschiedenen Torschützen schon übertroffen.

Kruse vom Punkt? Volltreffer!

Werder-Kapitän Max Kruse, der gegen Dortmund mit ziemlicher Sicherheit sein 250. Bundesligaspiel bestreiten wird, verwandelte jeden seiner 14 Elfmeter in der Bundesliga. Eine einhundertprozentige Quote bei so vielen Strafstößen haben nur Hans-Joachim Abel (16 Tore, Düsseldorf, Bochum, Schalke) und Ludwig Nolden (15, MSV Duisburg) vorzuweisen.

Komischer Paco:

Paco Alcacer ist nach seiner Fabel-Hinserie etwas aus dem Tritt gekommen. Trotzdem hat der Spanier schon 17 Tore erzielt und ist damit Dortmunds gefährlichster Goalgetter. Aber: Die Kollegen warten bis jetzt vergeblich auf eine Vorlage, Alcacer hat zwar 17 Mal selbst eingenetzt, aber noch keinen einzigen Assist verbucht.

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