Trainer lud zur Videoschulung

Werder und die Suche nach der Konsequenz

Zuletzt habe Werder sowohl in der Offensive als auch in der Defensive nicht immer die nötige Konsequenz an den Tag gelegt, bemängelt Trainer Florian Kohfeldt. Das soll sich gegen Borussia Dortmund ändern.
17.04.2021, 19:48
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Von Daniel Cottäus
Werder und die Suche nach der Konsequenz

Waren zuletzt nicht immer konsequent: Die Spieler des SV Werder Bremen.

Andreas Gumz

Werder Bremen hat ein Problem, ein doppeltes sogar, das sich anhand folgender Zahlen sehr schön veranschaulichen lässt: 3 und 10. So viele Tore hat die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt während ihrer Niederlagenserie von vier Spielen geschossen und kassiert, was deutlich macht, dass es auf dem Platz zuletzt ganz buchstäblich vorne und hinten nicht stimmte. „Wir haben in den letzten Wochen in beide Richtungen nicht die allerletzte Konsequenz gehabt“, sagt Kohfeldt, der seine Spieler vor dem Duell bei Borussia Dortmund (Sonntag, 15.30 Uhr) eigens zur Videoschulung lud, um daran etwas zu ändern. „Unser Spielvortrag war in den vergangenen Partien ganz sicher nicht schlecht“, hält der 38-Jährige fest – gibt seinem Team aber auch einen klaren Auftrag mit auf den Weg: „Konsequent sein und mal eine Spieldynamik für uns nutzen, das muss unser Ziel sein für die nächste Woche.“

Erst Dortmund, dann Mainz und schließlich Union Berlin – für Werder könnte sich die Lage im Abstiegskampf der Bundesliga bis zum 24. April, das ist der kommende Samstag, enorm entspannen oder auch verschärfen. Je nachdem, wie sehr das mit dem Konsequentsein auf dem Platz in Angriff und Abwehr bis dahin umgesetzt wird. In der Offensive tun sich die Bremer schon während der gesamten Saison schwer damit, regelmäßig zu Chancen zu kommen. Wenn sie dann einmal da sind, werden sie zu oft zu leichtfertig vergeben. „Es ist schon so, dass wir im Training Dinge sehen, die gut sind“, versichert Kohfeldt. Auch in den Spielen gebe es immer wieder solche Momente, „die nicht durch Zufall entstehen“, sagt der Trainer und erinnert zur Veranschaulichung an die Möglichkeit im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (0:1), die Niclas Füllkrug nach Vorarbeit von Milot Rashica vergab. Auch in der Defensive leistete sich Werder zuletzt Unkonzentriertheiten, die am Ende teuer wurden. Gleich drei davon führten beispielsweise zur jüngsten 1:4-Pleite gegen RB Leipzig.

Woher diese vom Trainer angeführte mangelnde Konsequenz kommt? Schwer zu sagen. Auch Kohfeldt hat keine Universal-Erklärung parat. Nur eine Ursache, die schließt der Trainer vehement aus: „Es ist definitiv kein Mentalitätsproblem. Die Mannschaft wollte unbedingt und sie will auch weiterhin. Wir haben garantiert keinen Spannungsabfall.“ Das soll während der 90 Minuten am Sonntag beim BVB deutlich zu sehen sein. Und wer weiß? Vielleicht hat Kohfeldt seiner Mannschaft während der Videoschulung ja auch Ausschnitte vom 4:1-Erfolg bei Hertha BSC aus dem Januar gezeigt. Damals hatte Werder mit seinen ersten drei Versuchen drei Tore herausgeschossen. Am Ende lautete die Bilanz: Sieben Abschlüsse, vier Erfolgserlebnisse. Und das war nun wirklich konsequent.

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