Werder Bremen Di Santo soll Angriff beleben

Bremen. Der SV Werder den Stürmer-Neuzugang Franco Di Santo am Donnerstagmittag offiziell vorgestellt. Ob er schon am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den FC Augsburg im Kader stehen wird, ist aber noch unklar.
16.08.2013, 05:00
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Di Santo soll Angriff beleben
Von Patrick Hoffmann

Bremen. Der SV Werder den Stürmer-Neuzugang Franco Di Santo am Donnerstagmittag offiziell vorgestellt. Der argentinische Stürmer bekommt bei den Bremern die Rückennummer 9. Ob er schon am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den FC Augsburg im Kader stehen wird, ist aber noch unklar.

Zu Beginn gab es natürlich wieder das schöne Bild für die Fotografen. Der Spieler stellte sich vor die Werbewand mit den bunten Logos der ganzen Haupt-, Premium- und Sonst-was-Sponsoren, der Sportchef stellte sich vor die Werbewand, und zusammen hielten sie dann das Trikot mit der Rückennummer 9 in die Kameras. Der Spieler grinste, der Sportchef grinste, und schon wenige Stunden später wird dieses herrlich inszenierte Bild in unzähligen Redaktionen eingegangen sein, mit dem gefühlten Bildtext: Sportchef ist stolz, talentierten Stürmer mit großer Zukunft verpflichtet zu haben. Oder gerne auch: Stürmer ist stolz, zu einem großen Verein mit großer Geschichte gewechselt zu sein.

Als Franco Matias Di Santo gestern Mittag im Mediensaal des Bremer Weserstadions das grüne Trikot in die Kameras hielt, da sagte er nämlich tatsächlich, dass er stolz sei, zu einem "großen Verein mit großer Geschichte" gewechselt zu sein. Jeder auf der Welt, sagte der argentinische Neuzugang, kenne Werder Bremen. "Ich bin froh, hier zu sein."

Als Thomas Eichin gestern Nachmittag im Mediensaal des Bremer Weserstadions ebenfalls das grüne Trikot in die Kameras hielt, da sagte er, dass er hoffe, mit Di Santo eine "große Zukunft" zu haben. Die Erwartungen seien hoch, sagte Eichin, sonst hätte er ihn ja nicht zu Werder Bremen zu holen brauchen. "Ich habe viel Fantasie bei ihm, was die Zukunft betrifft."

Es waren die üblichen Nettigkeiten, die Spieler und Sportchef da nacheinander und übereinander von sich gaben. Was hätten sie auch anderes sagen sollen? Wie gut Di Santo den SV Werder wirklich kennt, spielt ja auch gar keine Rolle, solange er den großen Erwartungen des Sportchefs und den nicht minder großen Erwartungen des Trainers, Robin Dutt, gerecht wird. Di Santo, 1,93 Meter groß, 88 Kilogramm schwer, soll die zuletzt etwas harmlose Offensive der Bremer beleben.

Eichin und Dutt lobten, dass Di Santo flexibel im Angriff einsetzbar sei, und auch Di Santo selbst sagte, dass er vorne auf jeder Position spielen könne. "Ich fühle mich auf jeder Position wohl", sagte der 24-Jährige, der nach einem Engagement beim englischen Erstligisten Wigan Athletic (14 Tore in 122 Spielen) zuletzt sechs Wochen lang vereinslos gewesen war. "Das war eine merkwürdige Situation, frei zu sein", sagte Di Santo gestern, er habe die Zeit aber genutzt und alleine trainiert. "Ich bin fit und fühle mich bereit."

Ob der Mann aus Mendoza morgen Nachmittag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Augsburg aber bereits im Kader stehen wird, ist fraglich. Zum einen wartet der SVWerdernoch auf dieSpiel-Erlaubnis für Di Santo. Zum anderen muss der Spieler wohl erst noch ein paar Einheiten aufholen, um in der Bundesliga mithalten zu können. Dennoch stellt sich natürlich bereits jetzt die Frage, wie es nach der Unterschrift des Argentiniers unter seinen neuen Dreijahresvertrag eigentlich mit den Mannschaftskollegen Joseph Akpala und Marko Arnautovic weitergehen wird an der Weser. Besonders für Akpala hat sich die ohnehin schwierige Situation nun noch einmal verschlechtert, der Nigerianer ist mehr denn je ein Kandidat für einen Verkauf.

Di Santo hat jedenfalls schon einmal klargemacht, dass er in Bremen unbedingt so viel wie möglich spielen will. Der dreifache argentinische Nationalspieler will sich bei Nationaltrainer Alejandro Sabella für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr empfehlen. "Das ist ein Ziel", sagte Di Santo auf Spanisch. Deutsch spricht er noch nicht, mit einer kleinen Ausnahme. "Beim gemeinsamen Mittagessen", verriet Thomas Eichin gestern gegen Ende der Pressekonferenz, "da hat er den Käse zu den Nudeln bereits auf Deutsch bestellt."

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