Kommentar zum Pokalfinale Die echten Endspiele kommen jetzt erst noch

Bremen. Schade, Werder. Der Pott, der sich im Weserstadion schon so heimisch fühlt, kehrt nicht nach Bremen zurück. Das ist traurig für die Mannschaft, die aus einer guten Saison eine sehr gute hätte machen können. Das ist traurig für den Verein, in dessen Briefkopf sich der siebte DFB-Pokalgewinn sehr gut gemacht hätte.
16.05.2010, 12:52
Lesedauer: 1 Min
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Die echten Endspiele kommen jetzt erst noch
Von Marc Hagedorn

Bremen. Schade, Werder. Der Pott, der sich im Weserstadion schon so heimisch fühlt, kehrt nicht nach Bremen zurück. Das ist traurig für die Mannschaft, die aus einer guten Saison eine sehr gute hätte machen können. Das ist traurig für den Verein, in dessen Briefkopf sich der siebte DFB-Pokalgewinn sehr gut gemacht hätte. Und das ist traurig für die treuen und reiselustigen Fans, denen heute eine grün-weiße Riesensause in der Stadt entgeht.

Immerhin: Zwei Millionen Euro gibt es vom Deutschen Fußball-Bund als Trostpflaster. Noch ein paar Millionen mehr kommen vom Fernsehen dazu, das Werders Spiele übertragen hat. Finanziell war die Pokalsaison ein prima Geschäft. Und Titel hin, Jubelfeiern her – es ist das Geld, das das Hochglanzprodukt Profifußball am Laufen hält. Geld gibt es für Werder demnächst reichlich zu verdienen. Es geht um 15 bis 20 Millionen Euro garantierter Einnahmen, wenn die Bremer im August die Qualifikation für die Champions League schaffen. Vom kaufmännischen Standpunkt her gesehen, sind diese zwei Begegnungen zu Beginn der nächsten Saison wichtiger als das eine Spiel, das gestern Abend in Berlin stattfand.

Die Champions League heißt nicht Champions League, weil dort nur Champions mitspielen, sondern weil dort Champions gemacht werden. Werder hat sich nach einer schwachen Spielzeit 2008/2009 in dieser Saison in der Bundesliga wieder in Position gebracht gegenüber der Konkurrenz aus Hamburg, Leverkusen, Dortmund und Stuttgart. Werder verfügt über ein Gerüst an Spielern, die tauglich sind für die Champions League. Trotzdem müssen die Bremer noch einiges tun, wenn sie mittelfristig ein Champion sein wollen.

Werder braucht mindestens neben Claudio Pizarro einen neuen Stürmer von internationalem Format, sogar zwei, wenn Hugo Almeida den Klub verlassen sollte. Und auch in der Abwehr und im Mittelfeld können Neuzugänge nicht schaden. Wohlgemerkt: Verstärkungen und keine Ergänzungen. Das kostet Geld, eine Menge Geld. Geld, das Werder in der Champions League einspielen muss. Die Qualifikation dazu sind die Endspiele, auf die es ankommt.

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