Stimmen zu Werders Heimsieg "Die Mannschaft hat sich gefunden"

Bremen. "Wir können heute sehr zufrieden sein", sagt Per Mertesacker über den 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Über seine Zukunft im Trikot von Werder Bremen findet der neue Kapitän deutlich weniger klare Worte.
06.08.2011, 18:40
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Erleichtert haben Klaus Allofs und Per Mertesacker auf den Auftaktsieg von Werder Bremen gegen den 1. FC Kaiserslautern reagiert. "Wir sind nach dem Pokalaus unter Druck geraten", sagte der Werder-Sportdirektor: "Da war der Sieg heute um so wichtiger."

Was Allofs zuvor über 90 Minuten im Weserstadion gesehen hatte, machte ihn durchaus zufrieden: "Wir haben uns gut bewegt und hinten gut gestanden. Die Disziplin und Geduld war wichtig, dafür sind wir belohnt worden." Am Ende hätte sich der Werder-Boss sogar noch mehr Tore gewünscht: "Da hätten wir sogar noch höher gewinnen können."

Für die unterlegenen Lauterer war das Gegentor zum 1:0 der Knackpunkt des Spiels. "Gerade wo wir ins Spiel finden, kriegen wie das 0:1", ärgerte sich Olcay Sahan. FCK-Kapitän Christian Tiffert fand die Niederlage vor allem aufgrund der ersten Halbzeit gerecht ("Da hatten wir Glück, dass es noch 0:0 stand"), ärgerte sich aber dennoch: "Solche Gegentore dürfen nicht passieren, das ist zu einfach."

Ein Sonderlob hatte Klaus Allofs für den neuen Werder-Kapitän parat. "Per ist ganz wichtig für uns", sagte er über den heute erneut starken Abwehrchef. Und der Gelobte war ebenfalls guter Dinge. "Wir können heute sehr zufrieden sein", bilanzierte Mertesacker: "Gegen Everton haben wir gut gespielt, heute haben wir noch einen draufgesetzt". Der neue Spielführer sprach von einer "sehr überzeugenden Leistung": "Die Mannschaft hat sich unter der Woche gefunden."

Mertesacker lässt Zukunft offen

Ein weiterer Grund für den Erfolg ist auch die entspanntere Personalsituation bei Werder. "Wenn man so auswechseln kann, dann ist das ein großer Vorteil", sagt Allofs mit Blick auf Mehmet Ekici und Wesley. Und auch Mertesacker weiß: "Wir sind gut besetzt. Wenn jetzt noch einige Spieler zurückkommen, dann sind wir in dieser Saison wieder ein echter Gegner." Das neue Selbstbewusstsein reicht sogar schon für eine kleine Kampfansage. Man wolle wieder oben anklopfen: "Vielleicht können wir ja am Sonntag in Leverkusen eine Überraschung landen!"

Zwar wollte Mertesacker lieber über das gute Spiel seiner Mannschaft sprechen, doch gab er auch Einblicke in seine eigene Situation. Denn immer wieder kommen Gerüchte auf, dass der Innenverteidiger noch bis Ende des Transferfensters Ende August den Verein verlassen könnte. Werder scheint bei Angeboten verhandlungsbereit zu sein, schließlich sind die Kassen leer. Mertesacker sprach von einer "schwierigen Situation", mit der er aber ganz ruhig umgehe: "Was noch passiert, kann ich nicht sagen." Es gäbe keine konkreten Pläne, wann er seinen angedachten Wechsel ins Ausland realisieren wolle. Dass es noch in diesem Monat dazu kommen kann, dementierte Mertesacker nicht, fügte aber hinzu: "Ich bin gerne für Werder da und ich bin glücklich hier."

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