Werder Bremen Die Neuzugänge bringen Stabiltät

Bremen. Werders Defensive wirkt stabiler als in der Vorsaison und der Hauptgrund dafür sind die Neuzugänge für die Hintermannschaft. Selbst die Unterzahl in Nürnberg hat die Werder-Abwehr mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überstanden.
19.09.2011, 10:49
Lesedauer: 2 Min
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Von Philipp Nicolay

Bremen. Obwohl mit Per Mertesacker der Abwehrchef abgegeben wurde, verfügt Werder über Möglichkeiten in der Abwehr wie schon seit Jahren nicht mehr. Auch den kurzfristigen Ausfall von Sokratis konnten die Grün-Weißen bei der umkämpften Partie in Nürnberg auffangen. Insbesondere durch die Neuzugänge Wolf, Ignjovski, Schmitz und Sokratis ist Werder in der Defensive weitaus besser aufgestellt als in den vergangenen Spielzeiten.

Sokratis fällt mit Muskelfaserriss für die kommende Partie gegen Hertha BSC aus. Doch Personalnot herrscht in Werders Defensive derzeit nicht. Es ist zwar ein Qualitätsverlust, dass der griechische Nationalspieler den Bremern nicht zur Verfügung steht. Es gibt jedoch derzeit so viele Variationsmöglichkeiten in Werders Hintermannschaft, dass der Ausfall kompensiert werden kann. Vergangene Saison kam es häufig vor, dass gelernte Innenverteidiger auf den Außenpositionen spielen mussten. Durch die Neuzugänge Schmitz und Ignjovski scheint dieses Problem behoben zu sein.

Ignjovskis Plus ist seine Vielseitigkeit

Der Serbe Ignjovski kam für kleines Geld und zeigte schon in seinen ersten beiden Auftritten im Werdertrikot, dass er eine echte Verstärkung ist. Sein großes Plus ist zudem, dass er sehr vielseitig einsetzbar ist. Gegen den Hamburger SV überzeugte Ignjovski auf der Position des linken Außenverteidigers durch eine fehlerlose Vorstellung in der Defensive und er hatte einige gefährliche Vorstöße in der Offensive. In Nürnberg musste der Serbe nach der frühen Verletzung von Sokratis den rechten Platz in der Viererkette übernehmen. Diese Aufgabe erfüllte er ordentlich, aber Ignjovskis stärkere Seite scheint die Position des Linksverteidigers zu sein.

Andreas Wolf kam mit der Erfahrung von 213 Ligaspielen für den 1.FC Nürnberg zu Werder. Mit ihm in der Innenverteidigung ist Werder in dieser Bundesliga-Saison noch ungeschlagen. Gerade nach dem Abgang von Per Mertesacker hat Wolf noch mehr Verantwortung übernommen. Der 29-Jährige ist durch sein gutes Stellungsspiel und die energische Zweikampfführung eine wichtige Komponente in Werders neuformierter Hintermannschaft.

Naldo ist nah an der Startelf dran

Ein gefühlter Neuzugang ist auch der Brasilianer Naldo, der die komplette Saison 2010/2011 wegen einer Knieverletzung ausgefallen war. Sein kurzes Comeback in der Schlussphase des Nordderbys gegen den Hamburger SV war der wohl emotionalste Moment des brisanten Spiels. In der Partie im Easy-Credit Stadion wurde Naldo in der 65.Minute eingewechselt und zeigte eine beeindruckende Leistung. Er sorgte dafür, dass die Franken sich trotz Überzahl keine weiteren Torgelegenheiten erspielen konnten. Naldo drängt mit dieser Klasseleistung in die Anfangsaufstellung und der Konkurrenzkampf in Werders Viererkette wird damit weiter erhöht.

Ein weiterer wichtiger Pluspunkt der neuen Vielfallt in der Defensive ist außerdem, dass Werders neuer Kapitän Clemens Fritz im Mittelfeld spielen kann. In den ersten Partien überzeugte Fritz im Mittelfeld und war mit seiner Zweikampfstärke ein wichtiger Faktor für die Bremer Erfolge. Fritz wirkt in der neuen Position selbstbewusster und wertvoller für die Mannschaft als auf der rechten Außenverteidiger-Position. Das Ergebnis der Neuzugänge in der Defensive sind weniger Gegentore und ein geglückter Start in die Bundesliga-Saison.

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