Werder Bremen - Mönchengladbach 0:2 Doppelpack von Raffael besiegelt Werder-Niederlage

Werder Bremen hat das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:2 verloren. Die Gäste gewannen dank eines Doppelpacks von Raffael.
16.05.2015, 17:20
Lesedauer: 2 Min
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Doppelpack von Raffael besiegelt Werder-Niederlage
Von Marc Hagedorn

Bremen. Es war wie so oft in den vergangenen Wochen: Die Konkurrenz schwächelte, spielte für Werder – aber die Bremer selbst konnten daraus kein Kapital schlagen. Dortmund? In Wolfsburg 1:2 verloren. Augsburg? 1:2 gegen Hannover. Und Werder? 0:2 gegen Gladbach. Damit ist im Kampf um die Europapokal-Plätze zwar nichts entschieden. Aber mit einem Punktgewinn gegen Gladbach hätte Werder sich auf Platz sieben schieben können, der am Ende eventuell für die Europa League reicht.

Der Gladbacher Sieg in Bremen ging zwar in Ordnung. Aber was wäre gewesen, wenn Gladbachs Torwart Sommer in der 46. Minute nicht so großartig gegen Selke reagiert hätte? Werder wäre 1:0 in Führung gegangen. So aber fiel das Tor auf der anderen Seite. Werders Torwart Casteels und Abwehrchef Vestergaard kamen an eine scharfe Hereingabe von Kruse nicht heran, Raffael stolperte den Ball mehr über die Linie, als dass er ihn schoss (53.).

Als dann auch noch der eingewechselte Lukimya gegen den ebenfalls eingewechselten Ex-Obereulander Andre Hahn patzte, kam Raffael ein weiteres Mal zum Abschluss und traf zum 2:0 (86.).

Dieser Treffer beendete Gladbachs Sieglos-Serie in Bremen von 28 Jahren und bedeutete einen Spieltag vor Schluss die sichere Qualifikation zur Champions League. Werder muss dagegen nun am letzten Spieltag in Dortmund gewinnen, auch weil nach dem Rückstand ein Sternberg-Schuss knapp über das Tor ging (75.).

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Als zurzeit „beste Mannschaft“ in Deutschland hatte Viktor Skripnik die Gladbacher unter der Woche bezeichnet. Wie spielt man gegen so einen Gegner? Werders Trainerstab hatte sich für eine defensive Variante entschieden. Personell hatte Skripnik durchaus offensiv aufgestellt, immerhin fünf gelernte Offensivkräfte in Di Santo, Selke, Öztunali, Junuzovic und Bartels – aber vor allem die Mittelfeldspieler arbeiten gut und viel nach hinten und standen bei Gladbacher Ballbesitz tief in der eigenen Hälfte.

Überhaupt machte Werder das taktisch clever. Die Gladbacher hatten zwar mehr Ballbesitz (über 60 Prozent), gewannen mehr Zweikämpfe (über 60 Prozent) und passten auch genauer als die Bremer (86 Prozent zu 73 Prozent), aber am Bremer Strafraum war oft Endstation. Die gefürchteten, weil beweglichen und sehr schnellen Herrmann, Raffael und Kruse kamen kaum einmal in eine gute Schussposition.

So versuchten es beide Teams aus der Distanz. Für Werder verzog Gebre Selassie knapp (16.), Junuzovic setzte einen Freistoß aus 20 Metern in die Mauer (40.). Für Gladbach zielten Kruse (9.) und zweimal Raffael daneben. Die lange Zeit beste Bremer Chance hatte früh Selke per Kopf nach Öztunali-Flanke vergeben (7.).

Dass es zur Pause noch 0:0 stand, hatte auch mit zwei Bremern zu tun, die den Klub verlassen und vor dem Anpfiff verabschiedet worden waren. Sebastian Prödl hatte Glück, dass er einen Schuss von Wendt an den Pfosten abfälschte (13.), Torwart Casteels reagierte nach einem Eckball überragend gegen Dominguez, der aus vier Metern zum Schuss kam (35.). Am Ende hatte es nichts genutzt. Werder hat sein Endspiel in Dortmund, dass Werder nun gewinnen muss.

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