Falsche Einwurf-Entscheidung? Dresden sauer nach 1:2-Pleite gegen Werder 

Ein Einwurf für Werder lässt beim Trainer von Dynamo Dresden einen besonders bitteren Nachgeschmack der Partie. Das sei ein Einwurf für Dresden gewesen, moniert Capretti.
06.03.2022, 19:30
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Von Daniel Cottäus

Auf den ersten Blick war es eine mehr als unscheinbare Szene, doch für Dynamo Dresden wurde sie nach der knappen 1:2-Niederlage beim SV Werder Bremen zum Aufreger des Spiels. Kurz vor dem Bremer 2:1 hatten die Gäste eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters ausgemacht, der - so die Dresdner Auffassung - Werder zu Unrecht einen Einwurf zusprach, aus dem wenig später der zweite Bremer Treffer des Tages resultierte. "Es war genau vor meiner Nase, eigentlich war es Einwurf für uns", monierte Dynamos neuer Trainer Guerino Capretti - und betonte: "Ich hätte mir gewünscht, dass die jeweiligen Spieler da einfach etwas Sportsgeist gezeigt hätten."

Mit "jeweilige Spieler" dürfte Capretti vor allem Mitchell Weiser gemeint haben, der in die Szene involviert war. Nach einem Pass von Dresdens Sebastian Mai soll der Bremer den Ball noch berührt haben, ehe er die Außenlinie überquerte. "Ich schieße ihn an", ärgerte sich Mai nach dem Spiel und hielt fest: "Wer Fußball gespielt hat, weiß ungefähr die Emotionen auf dem Platz zu deuten. Werder ist ja quasi schon auf dem Rückzug. Jeder, der in der Nähe war, hat das gesehen und gehört. Nur der vierte Offizielle und der Linienrichter nicht." In der Tat hatte sich die Bremer Dreierkette um Abwehrchef Ömer Toprak im ersten Moment zurückfallen lassen, ob Weiser aber tatsächlich am Ball war oder nicht, ist auf den TV-Bildern nicht definitiv zu erkennen. Zudem ist nicht klar, ob Dresdens Ransford-Yeboah Königsdörffer die Kugel nicht nach Weiser noch leicht touchiert hat.

Schiedsrichter Martin Thomsen entschied jedenfalls auf Einwurf für Werder - übrigens tief in der Bremer Hälfte. Danach lief der Ball noch über insgesamt acht Stationen, ehe ihn Niclas Füllkrug zum 2:1 ins Tor köpfte. Durchaus ausreichend Gelegenheit also für Dresden, den Angriff noch abzuwehren. Werders Cheftrainer Ole Werner hielt sich nach dem Spiel vielleicht aus deshalb mit einer Bewertung der Szene, die Capretti als "bitter und ärgerlich" einstufte, zurück. "Ich habe gar nicht gewusst, dass das Tor aus diesem Einwurf resultiert ist", sagte er. Räumte aber auch ein, dass "es einem meistens so geht, wenn man vielleicht von so einer Szene profitiert hat". 

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