Bundesliga Eggestein: "Es wird komisch werden, gegen Werder zu spielen“

Vor einem Jahr verließ Maximilian Eggestein Werder Bremen und wechselte zum SC Freiburg. Beim Abschiedsspiel von Claudio Pizarro bekam er nun seine offizielle Verabschiedung im Weserstadion.
26.09.2022, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Eggestein:
Von Malte Bürger

So ganz genau hat Maximilian Eggestein den Bundesliga-Spielplan nicht im Kopf. Und deshalb war ihm auch nicht direkt klar, wann er mit seinem jetzigen Verein, dem SC Freiburg, auf seinen Ex-Club, den SV Werder Bremen, treffen wird. „Ist das tatsächlich schon in vier Wochen?“, fragte der 25-Jährige im Gespräch mit unserer Deichstube erstaunt, als er am Rande des Abschiedsspiels von Claudio Pizarro auf das baldige Duell in Freiburg angesprochen wurde. „Es wird garantiert komisch für mich werden, das erste Mal gegen Werder zu spielen.“

Den Großteil seines sportlichen Lebens verbrachte Eggestein schließlich bei Grün-Weiß, im Alter von 14 Jahren wechselte er an die Weser, durchlief dort anschließend die Jugendabteilung und reifte irgendwann zum Bundesligaspieler. Sogar im Dunstkreis der Nationalmannschaft tauchte er zwischenzeitlich auf. Doch dann erlebte er den Abstieg der Bremer hautnah mit, begann sogar noch das Abenteuer zweite Liga. Vor etwas mehr als einem Jahr erreichte ihn dann das reizvolle Angebot aus dem Breisgau – schweren Herzens verließ er Bremen dennoch. Die offizielle Verabschiedung erlebte Eggestein erst jetzt, beim Warmmachen vor der Pizarro-Fiesta gab es im Weserstadion für ihn ebenso eine kleine Zeremonie wie für Fin Bartels, Theodor Gebre Selassie und Philipp Bargfrede.

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Und auch die Fans jubelten ihm fast wie früher zu. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich so empfangen wurde“, erklärte Eggestein. „Das hat mich echt gefreut. Es war schön wiederzukommen.“ Bis zum nächsten Auftritt im Weserstadion wird noch ein wenig Zeit vergehen, das Liga-Rückspiel zwischen Werder und den Freiburgern findet nämlich erst Mitte April 2023 statt.

Eggestein wird dennoch auch in der Zwischenzeit intensiv registrieren, was so am Osterdeich passiert. „Ich schaue noch immer ganz genau hin. Wenn man so lange diese Verbundenheit hat wie ich, dann verfolgt man das aus einem ganz anderen Winkel“, erzählte er. Folglich fieberte er in der vergangenen Saison ganz besonders mit, als es für seine vorherigen Teamkollegen in Liga zwei um den Aufstieg ging. Und auch jetzt lässt er sich – sofern es die eigenen Spiele zulassen – keine Bremer Begegnung entgehen. „Ich kenne ja noch so viele Jungs und bin immer voll dabei“, meinte er.

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Ansonsten gilt sein voller Fokus aber dem SC Freiburg. Mit ihm ist Eggestein aktuell Tabellendritter der Bundesliga, führt zudem die Gruppe G der Europa League an. Fast wäre der Mittelfeldakteur im Frühjahr sogar noch Pokalsieger geworden, unterlag mit den Süddeutschen aber trotz eines eigenen Treffers RB Leipzig. Also: Der Wechsel nach Baden-Württemberg hat sich für Eggestein ausgezahlt.

Den Norden trägt der 25-Jährige aber weiter fest im Herzen. „In den Länderspielpausen nutze ich eigentlich immer die Zeit, um nach Hannover zu fahren“, verriet er. Dort trifft er nicht nur seine Eltern, sondern auch Bruder Johannes Eggestein, der aktuell beim FC St. Pauli unter Vertrag steht und somit eine deutlich kürzere Anreise hat. „Ab und zu bin ich auch noch mal in Bremen. Das Problem ist, dass man dafür leider immer nur ein, zwei Tage Zeit hat.“ Umso mehr genießt er sie. So wie am vergangenen Samstag.

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