Werder Eichin: Die Siegermentalität fehlt

Bremen. Werders Geschäftsführer Sport, Thomas Eichin, glaubt weiterhin an die Qualität der Bremer Mannschaft. Für eine Siegermentalität brauche das Team aber dringend ein Erfolgserlebnis, so Eichin.
08.04.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Nach dem Spiel gegen Schalke stellte sich im Weserstadion Thomas Eichin einer kleinen Runde von Journalisten. Mit Werders Geschäftsführer Sport diskutierte auch Marc Hagedorn.

Herr Eichin, auch gegen Schalke haben individuelle Fehler zu Gegentoren geführt. Ist diese allwöchentliche Wiederholung für Sie eine Frage der Qualität?

Wir haben schon die Qualität. Wir haben durchaus eine Mannschaft, die in der Lage ist, das anders zu lösen. Aber wenn du in der Tabelle unten stehst, dann hast du in vielen Situationen nicht diese Sicherheit, die du brauchst. Dann musst du eben anders agieren, dann musst du den Ball auch mal einfach nach vorne pöhlen.

Wenn es die fehlende Qualität nicht ist, ist es dann die fehlende Mentalität?

Nein, diese individuellen Fehler hat es immer gegeben, die passieren auch anderen. In Mainz haben wir auch so eine Situation gehabt, sind aber noch sehr gut zurückgekommen und hatten viel Zeit, das Ding zu drehen. Gegen Schalke dagegen waren wir einfach nicht in der Lage, richtig Druck aufzubauen und noch mal zwei Tore aufzuholen. Das müssen wir ganz klar so sehen.

Worum geht’s in dieser Saison für Werder jetzt noch?

Ein gutes Spiel zu machen und zu punkten. Wir müssen nicht immer nach unten gucken und uns selber verrücktmachen. Wir müssen einfach ein gutes Spiel machen und die individuellen Fehler abstellen.

Aber wo ist die Perspektive?

Jetzt geht’s um Punkte, um nichts anderes. Ich kann es auch nicht mehr hören, ob Kevin De Bruyne nächste Saison hier spielt oder nicht, ob Marko Arnautovic irgendwann mal geht oder Sokratis. Das ist momentan völlig uninteressant. Jetzt geht es darum, dass wir Punkte holen, keine Fehler machen und unseren Job machen. Nichts anderes.

Um Punkte geht’s immer.

Ja klar. Aber wenn Sie fragen, welche Perspektive... Wen interessiert denn momentan eine Perspektive? Natürlich kümmern wir uns auch um die Zukunft. Aber wichtig ist jetzt, dass wir uns etwas Abstand verschaffen. Das haben wir gegen Schalke wieder nicht geschafft. Und das ist ärgerlich.

Mit anderen Worten: Es geht nur noch darum, die Klasse zu halten.

Es geht nicht darum, dass ich hier jetzt sage: Wir müssen die Klasse halten. Es geht darum, dass wir endlich mal ein Spiel gewinnen, das muss doch unser Ziel sein. Momentan haben wir nicht die Siegermentalität, um an etwas anderes zu denken.

Diese Mentalität holt man sich nur im Spiel?

Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, einen Dreier, um diese Mentalität zu bekommen. Die holst du dir nur durch Siege. Etwas anderes funktioniert nicht.

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