Kommentar über einen Werder-Abstieg Ein grausames Szenario

Bei einem Abstieg drohen Werder und der Stadt Bremen große Einnahmeverluste. Die Spieler sollten sich mal die Nöte von Menschen anhören, die von Bundesliga-Einnahmen abhängig sind, meint Mathias Sonnenberg.
13.02.2020, 14:48
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Ein grausames Szenario
Von Mathias Sonnenberg

Ein Jahr, sagen alle Beteiligten, könnte Werder Bremen in der zweiten Liga überbrücken, ohne die vorhandenen Strukturen völlig zerstören zu müssen. Wie hoch der Einnahmeverlust trotzdem schon im ersten Jahr wäre, wird dem Verein und auch der Stadt Bremen so langsam bewusst. Denn für die Lizenzvergabe bei der Deutschen Fußball Liga muss Werder schon jetzt ein Szenario entwerfen, wie es in der Zweitklassigkeit weitergehen würde.

Natürlich mag sich das kein Bremer vorstellen. Werder, zweite Liga? Klingt wirklich grausam. Denn am Tropf des Bundesligisten hängen viele in der Region: Kneipen, Bäcker, Gastronomie, Hotels – ohne die Bundesliga würde es auf Dauer deutlich weniger Einnahmen geben. Da kann man sich die zweite Liga noch so attraktiv reden, sie bleibt, was sie ist: zweitklassig.

Verhindern können das nur die Spieler auf dem Platz. Vielleicht sollten sie jetzt mal dazu verdonnert werden, sich die Nöte und Sorgen von Menschen anzuhören, die in Werders direkter Nahrungskette hängen. Die Spieler ziehen bei einem Abstieg weiter zum nächsten Klub. Alle anderen aber bleiben hier und müssen die Abstiegssuppe auslöffeln.

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